Der SV Zweckel kam in der Fußball-Bezirksliga beim FC/JS Hillerheide nicht über ein 2:2 hinaus. Das war für die Gladbecker eigentlich zu wenig.
Kopfschütteln. Die Hände an den Hüften. Ein bisschen Ratlosigkeit. Dieses Mal war es nicht die große Enttäuschung, die den Zweckeler Spielern nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben stand. Denn sie selbst hatten diesmal spät den 2:2-Ausgleich erzielt und damit im Abstiegsknaller gegen den FC/JS Hillerheide immerhin noch ein Remis geholt. Eine Punkteteilung, die es aus Gladbecker Sicht aber so in dieser Form nie geben darf.

FC/JS Hillerheide – SV Zweckel 2:2 (1:1)

SV Zweckel: Ertürk – Hövel, O. Öntürk (46. Terzis), M. Öntürk, Musiolik, Kamberi, Yavuzaslan, Schwers (65. Ayhan), Türkel, Karaca (58. Ofiera), Imsirovic.
Tore: 0:1 Hövel (14.), 1:1 (36.), 2:1 (51.), 2:2 Ofiera (76.).

SV Zweckel gibt 35 Minuten lang den Ton an
„Die Mannschaft spielt 35 Minuten richtig guten Fußball. Dann passiert eine Unachtsamkeit, ein individueller Fehler, und die Mannschaft ist komplett raus“, konnte es Trainer Michael Pannenbecker kaum fassen. In besagter 35. Minute knallte Hillerheide den Ball schlicht lang nach vorne. Zweckel-Schlussmann Bünyamin Ertürk stürmte raus. Auch Abwehr-Mann Mirac Öntürk wollte den Ball verteidigen. Es gab ein Missverständnis und Hillerheide-Stürmer Janik Smyrek konnte genüsslich ins leere Tor zum Ausgleich einschieben.
Zuvor hatten die Gastgeber den Zweckeler Strafraum eigentlich nur aus sicherer Entfernung gekannt. Es war der erste Torschuss von Hillerheide. Aber es ist das ewige Lied: Wer vorne die Dinger nicht macht, der wird nun einmal hinten betraft. Das Lied des SV Zweckel in dieser Spielzeit.
1:1-Ausgleich war ein Schock für den SV Zweckel
Maurice Hövel erzielte zuvor nach einem Freistoß das 1:0 (14.). Aber die Gladbecker hatten, wie insbesondere auch in der Auswärtspartie bei der SG Castrop-Rauxel, erneut Hochkaräter, die Partie früh vorzuentscheiden. Wenigstens das 2:0 zu machen. Nun stand es nach 35 Minuten also 1:1 – ein Schock für Zweckel.
Denn jetzt lief nichts mehr zusammen. Im Gegenteil: Sie legten sich das 1:2 praktisch selbst ins Tor. Nachdem Hillerheides Justin Baron eine sehr gute Chance eigentlich schon kläglich vergeben hatte, schoss sich die Hintermannschaft der Gäste selbst an, so dass er zur zweiten Möglichkeit kam. Er wurde also quasi gebeten, den Ball bitte doch einzunetzen – 2:1 für die Platzherren.
Marcel Ofiera erzielt für die Gladbecker das 2:2
Für die Gladbecker war es von da an zunächst ein elendes Anlaufen. Denn klappen sollte erst einmal nicht viel. Erst der eingewechselte Marcel Ofiera brachte Zählbares auf den Rasen. Von rechts dribbelte er sich durch die Heim-Abwehr und schloss trocken mit links in den Winkel ab – 2:2 (78.).
Michael Pannenbecker sagte: „Positiv ist: Durch die Umstellung auf 4-3-3 ist die Mannschaft wieder ins Spiel gekommen. Vielleicht hätte sie sogar am Ende Sieg verdient gehabt.“ Tatsächlich drückten die Gäste auf den Siegtreffer.
In einer hektischen und hitzigen Schlussphase des Abstiegsknallers blieb es aber am Ende beim 2:2-Remis.

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