Das 0:0 gegen die Hammer SpVg am Mittwochabend hat die Chancen des SV Zweckel auf den Klassenerhalt nicht erhöht.

Nach der Partie sprachen wir mit Ulrich Wloch, dem 1. Vorsitzenden des SVZ, unter anderem darüber, welche Konsequenzen ein Abstieg für den Tabellenletzten der Oberliga Westfalen hätte.
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Ulrich Wloch, welche Gefühle löst ein 0:0 gegen Hamm bei Ihnen aus?
Natürlich hilft uns das nicht wirklich weiter, aber die Mannschaft hat ganz gut gespielt und gekämpft. Ich fand es positiv, dass wir hinten kaum etwas zugelassen haben. Nach der Niederlage von Herne können wir nicht ganz zufrieden sein. Letzten Endes ist es ärgerlich, wir hätten eigentlich gewissen müssen, aber wir haben ja schon in den Spielen vorher zu viel liegen gelassen. Ich hätte gehofft, dass wir mal knapp die Oberhand behalten.

Glauben Sie noch an den Klassenerhalt?
Ich wäre ein schlechter Vorstand, wenn ich sagen würde: Alles ist gelaufen. Dafür ist der Fußball zu unberechenbar. Wir müssten mal eine Serie starten, Westfalia Herne hat vorgemacht wie es geht. Unsere Zielrichtung ist es, mindestens Vorletzter zu werden. Man weiß ja nie, ob nicht doch noch eine Mannschaft sagt: Nächstes Jahr spielen wir nicht mehr Oberliga. Und dann würde ich mich schon ärgern, wenn wir Letzter geworden sind.

Wie hart würde ein Abstieg den SV Zweckel treffen?
Das wäre kein Beinbruch für uns, wenn wir in die richtige Westfalenliga kommen. Da sind auch ein paar attraktive Gegner aus der Nähe dabei. Der SC Hassel, der SV Horst-Emscher, vielleicht der TSV Marl-Hüls, falls die nicht aufsteigen. Das ist auch interessant und wir würden auch zuschauermäßig gut aussehen. Grundsätzlich hätte ich mir aber schon erhofft, dass wir drin bleiben. Wir waren so langsam dabei, eine Plattform zu schaffen, so dass die Leute endlich merken: Die spielen ja relativ hoch! Viele haben das ja gar nicht mitgekriegt. Eigentlich haben wir auch eine spielstarke Mannschaft, aber das können wir auf diesem Platz sowieso selten zeigen.

Sollte der Verein am Ende den Gang in die Westfalenliga antreten müssen, wollen Sie dann direkt wieder rauf?
Nein, das würden wir nicht als Ziel ausgeben. Das hier ist das Optimum, was wir rausholen können. Es ist eine echte Hausnummer, hier Oberliga-Fußball anbieten zu müssen und zu wollen. Das ist finanziell einfach schwierig zu stemmen. Wir sind nicht auf Rosen gebietet. Wir können nicht mit einem guten Platz punkten, wir können nicht mit einer guten Sportanlage punkten. Wie lassen es sich die Spieler also meistens bezahlen, wenn wir sie haben wollen? Mit mehr Geld! Und das haben wir auch nicht. Was haben wir an Alternativen? Wir haben ein gutes Team und einen guten Trainer. Aber ich glaube nicht, dass wir sonst mit etwas punkten können. Wenn ich nur so viel Geld wie Hamm hätte… Ich habe läuten hören, davon was die in dieser Saison zur Verfügung hatten, könnte ich sechs oder acht Jahre Oberliga gut bezahlen.

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