Das Debüt von Mike Groth geht nach kämpferischer Leistung in letzter Minute verloren. Zweckel kassiert drei Platzverweise, auch Erle spielt mit nur zehn Mann zu Ende.

SV Zweckel II – SpVgg. Erle 19 0:1 (0:0)

SVZ II: Scheuplein – van der Velden, Dana (16. Crevatin), Yaman, Ossman, Schwanke, Schluck (31. Semmo), Urbschat, Capek (63. Gbenou), Rach, Bahl.
Tore: 0:1 Thomczik (90.).
Bes. Vorkom.: Gelb-Rote Karten gegen Rach, Semmo und Yaman, Rote Karte gegen Mike Zapka (Erle 19).

Mike Groth war zufrieden mit der Leistung der Reserve des SV Zweckel im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten, die SpVgg. Erle 19. Zwar musste sich seine Mannschaft durch einen Last-Minute-Treffer des eingewechselten Nils Thomczik mit 0:1 geschlagen geben, Moral und Leistung der Zweckeler stimmten beim Debüt des neuen Linienchefs aber.

Der trockene Boden hüllte die Aktiven im „Käfig“ an der Dorstener Straße immer wieder in rote Staubwolken, die Zuschauer verpassten aber nicht allzu viel. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. „Ich habe die Defensive gestärkt, wir wollten vor allem reagieren“, sagte Mike Groth nach dem Spiel. Eine Dreierkette mit Libero stellte er auf, Erle tat sich dagegen schwer, fand in der Offensive kaum statt. Die einzige Torchance für die Gastgeber im ersten Durchgang verbuchte Marcel Capek, dessen Distanzschuss Chris Maciejewski im Tor der Gäste entschärfen konnte.

Nachdem die Hausherren verletzungsbedingt schon früh wechseln mussten, dezimierten sich die Erler kurz vor dem Pausenpfiff selbst. In der bis dahin hart, aber fair geführten Partie ging Mike Zapka mit gestrecktem Bein in einen Zweikampf und bekam die Rote Karte. Für Mike Groth eine zu harte Entscheidung. „Hier hätte es auch die gelb getan.“

Ließ der Unparteiische im ersten Durchgang noch viele umkämpfte Szenen laufen, pfiff er in der zweiten Halbzeit wesentlich penibler. Daraus resultierend stieg auch die Zahl der Gelben, im Falle des SV Zweckel auch die der Gelb-Roten-Karten an.

In der 49. Minute erwischte es Mike Rach, kurz vor Schluss und in der Nachspielzeit noch Ahmed Semmo und Okan Yaman. „Okan hat dem Schiedsrichter applaudiert, der Platzverweis geht in Ordnung. Die anderen beiden waren zu hart“, so Mike Groth. Als Nils Thomczik nach einem Freistoß am langen Pfosten lauernd einschob, war neben den zwei verletzten und drei gesperrten Spielern auch noch der sicher geglaubte Punkt verloren. „Vor dem Spiel habe ich den Fußball geliebt, jetzt hasse ich ihn“, sagte Groth mit einem Schmunzeln und schob nach: „Wir lassen die Köpfe aber nicht hängen und arbeiten weiter.“

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