Fußball-Landesligist SV Zweckel hat gegen den Aufstiegs-Mitfavoriten Schüren eine Überraschung verpasst. Woran es bei den Gladbeckern haperte.

Ein Fan des BSV Schüren gab es frank und frei zu. „Da haben wir heute aber viel Glück gehabt“, sagte der Mann, ehe er in seinen Wagen stieg, den er an der Winkelstraße geparkt hatte. Tatsächlich darf der Aufstiegs-Mitfavorit aus Dortmund den 3:1 (3:0)-Erfolg über den SV Zweckel als Duselsieg verbuchen

SV Zweckel – BSV Schüren 1:3 (0:3)

SV Zweckel: Schierenberg (25. Ertürk) – Ayhan, Vasic, van der Velden, Öntürk – Hövel, Attris (79. Qubailis), Pavlovic, Özbicerler (61. Klein) – Flossbach, Seidel.

Tore: 0:1 Braja (2.), 0:2 Radojcic (5.), 0:3 Bouzerda (32.), 1:3 Franzen (78. Eigentor).

SV Zweckel trifft alleine dreimal ans Holz

„Unsere Mannschaft hat eine ordentliche Leistung geboten“, urteilte SVZ-Boss Uli Wloch. Dass es nicht zu einem Punktgewinn reichte, führte er in erster Linie auf die eigene Abschlussschwäche zurück: „Wenn man das Tor nicht trifft, steht man nach so einem Spiel als Verlierer da.“

Chancen hatten die Zweckeler in der Begegnung mit dem Spitzenteam aus Dortmund jede Menge. Nutzen konnte sie keine. Kapitän Sebastian Flossbach etwa schaffte es, das Leder freistehend vor dem Schürener Tor aus kürzester Distanz an die Latte zu setzen (43.).

Zweckeler Treffer geht auf das Konto eines Schüreners

Kurz nach der Halbzeit knallte Mario Pavlovic einen direkten Freistoß an den Pfosten des Schürener Tores (49.). In der 67. Minute schließlich vergab Kevin Klein nach klasse Vorarbeit von Maurice Hövel, der gestern der beste Zweckeler war, wie Flossbach aus zwei, drei Metern Distanz. Und elf Minuten vor dem Schluss nahm auch Norman Seidel aus der Distanz zu genau Maß und traf die Latte.

Bezeichnend für die Angriffsleistung der Platzherren: Ihr einziges Tor erzielte Kevin Franzen, also ein Akteur der Gäste (78.).

BSV Schüren liegt nach fünf Minuten mit 2:0 in Front

Besser, viel besser hatten es in der Anfangsphase die Schürener gemacht. Die nutzten ihre zweite und dritte Gelegenheit konsequent und lagen daher schon nach fünf Minuten mit 2:0 in Führung. In der 39. Minute legte der BSV nach. Es stand 3:0 – und die Zweckeler ärgerten sich abermals über das Schiedsrichter-Gespann. Sie wollten bei zwei Treffern eine Abseitsposition gesehen haben. Uli Wloch mochte zur Leistung der Unparteiischen um Julian Hahn (Frohlinde) gar nicht mehr allzu viel sagen: „Man wundert sich ja nicht mehr.“

Einmal fuhr Wloch aber doch aus der Haut. Nämlich als in der 70. Minute bei einem Zweckeler Angriff über Muhamat-Ata Attris plötzlich ungerechtfertigt die Fahne gehoben wurde. „Das kann doch nicht wahr sein“, schimpfte der SVZ-Chef.

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