SV Zweckel – RW Ahlen 3:2 (2:0)

Damit hätten wohl die kühnsten Optimisten nicht gerechnet: Der SV Zweckel kann noch siegen und das gegen den bis dahin nur einmal geschlagenen Tabellenführer RW Ahlen. Die Gäste haben immerhin 12 von 14 Spielen gewonnen und lediglich einmal Unentschieden gespielt.
Das Spiel begann ohne großes Abtasten und die Zweckeler spielten mutig nach vorne. Bereits in den ersten Minuten setzten die Platzherren einige Ausrufezeichen, die dem Gast klarm machten, dass der Gegner am heutigen Tage die Punkte nicht kampflos abgeben wollte. In der 43. Minute brachte Can Ucar die Gastgeber mit 1:0 in Führung und zum psychologisch günstigen Zeitpunkt markierte Youngster Devein Müller per Kops das 2:0. Sören Stauder, der Keeper der Ahlener, hatte gepatzt und musste den Ball passieren lassen. Der SVZ führte zur Halbzeit nicht unverdient und zeigte bis dahin eine engagierte Leistung. Nach dem Pausentee drängte der Gast mit Macht auf den Ausgleich und kam bereits in der 51. Minute durch Ivancicevic zum Anschlusstreffer. Der SV Zweckel hielt dem wachsenden Druck der Ahlener aber gut stand und ließ durch eine kompakte Abwehrreihe nur wenige Gelegenheiten der Rot-Weißen zu. Aber es sollten ja noch die letzten bangen Minuten kommen. In der 85. Minute kam es wie bereits befürchtet. Die Ahlener glichen aus und den Zweckeler Fans schwante Böses.
Doch an diesem Sonntag war so Einiges anders. Der SVZ kam zurück und erzielte in der Nachspielzeit in der 93. Minute den viel umjubelten Siegtreffer durch Jan Trampe. Noch zwei Minuten Nachspielzeit und der zweite Sieg war unter Dach und Fach gebracht. Der Jubel war grenzenlos und der SV Zweckel hatte mit diesem Sieg mehr als ein Lebenszeichen von sich gegeben. Die Mannschaft lebt und funktioniert und setzte die taktischen Vorgaben des Trainers Günter Appelt mehr als gekonnt um. Wenn der Sieg auch erst in den letzten Minuten zustande kam war er verdient. Mit diesem Sieg dürften die Akteure viel Selbstvertrauen getankt haben, so dass im Kampf gegen den Abstieg das bislang fehlenden Glück so langsam wieder erarbeitet wurde.

Der Westen vom 07.12.14

WN vom 07.12.14

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