Die Schwarz-Grünen kommen gegen Genclerbirligi Resse nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Die Spielweise macht den Trainer wütend.

SV Zweckel – Genclerbirligi Resse 2:2

SV Zweckel: Ertürk – Yavuzaslan, Türkel, Ofiera (72. Ayhan), Imsirovic, Kamberi, Musiolik, Hövel, Schwers, Terzis (58. Karaca), Öntürk.

Tore: 1:0 Schwers (13.), 1:1 (80.), 2:1 Imsirovic (85.), 2:2 (89.).

Michael Pannenbecker, der Trainer des SV Zweckel, hatte es geahnt. Beim Stand von 1:0 für seine Mannschaft brüllte er 15 Minuten vor Schluss: „Es passiert gleich genau das Gleiche wie gegen Röllinghausen!“ Damals kassierte seine Mannschaft in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich – und verpasste einen möglichen Big-Point im Abstiegskampf. Um den ging es diesmal gegen Genclerbirligi Resse auch. Aber es passierte das, was Pannenbecker prophezeit hatte. Ein später Gegentreffer sorgte für riesige Enttäuschung.

Diesmal war es allerdings nicht ein spätes 1:1. Das fiel schon unmittelbar nach den Worten des Trainers in der 80. Minute. Da war es also noch nicht zu spät. Denn drei Minuten vor dem Schlusspfiff zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt – Handelfmeter für Zweckel. Haris Imsirovic, der Kapitän des SVZ, nahm sich der Herausforderung an, aus einer schlampigen und unkonzentrierten Leistung seines Teams doch noch die drei Punkte klarzumachen.

Und er traf. Er schickte den Keeper in die falsche Ecke und sprintete mit seinen jubelnden Teamkollegen zur Eckfahne. Boxte dagegen. So als ob der ganze Frust des Spiels jetzt draußen war. Das war der sicher geglaubte Sieg. Die sicher geglaubten drei Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Dachten alle.

Coach ist zum ersten Mal enttäuscht

„Da werde ich richtig sauer und wütend“, monierte Trainer Pannenbecker, nachdem er erst einmal tief durchpusten musste nach der Partie. „Wenn wir tausend Mal besprechen, dass wir bei langen Bällen die Viererkette staffeln müssen, und ich sehe, dass wir da auf einer Linie stehen, dann muss ich sagen, werde ich richtig sauer.“ Denn eine Minute später war die Führung dahin. Ein langer Ball, ein Sonntagsschuss und die Zuschauer an der Dorstener Straße sahen nur noch einen Ball genau in den Knick fliegen. Samet Yilidirim hämmerte die Kugel vom Strafraumeck in den gegenüberliegenden Winkel. So schön dieser Treffer auch war: Er sorgte für riesige Ernüchterung bei den Zweckelern.

„Es ist das erste Mal, seitdem ich in Zweckel bin, dass ich richtig enttäuscht, aber auch sauer bin“, erklärte Pannenbecker. Denn sein Team hatte nach der frühen Führung von Jan Schwers genug Möglichkeiten, diese auszubauen. Dieses Mal lag es allerdings nicht an der Chancenverwertung. Sondern die Gladbecker spielten ihre Angriffe unkonzentriert zu Ende. Aus guten Situationen machten sie zu häufig zu wenig und damit gleichzeitig Genclerbirligi stark. Die diesen Punkt wie einen Sieg feierten.

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