Am kommenden Donnerstag tagt der Sportausschuss um 16 Uhr im Ratssaal der Stadt Gladbeck. Ein Tagesordnungspunkt der Sitzung ist die Sportverhaltens-/Sportstättenentwicklungsanalyse
– Sportplatzsituation in Gladbeck.

Die Verwaltung schlägt vor, dass im Gladbecker Süden der nächste Kunstrasen auf der Sportanlage an der Roßheidestraße entstehen soll. Das ist für den SV Zweckel natürlich enttäuschend.

Letztendlich entscheidet nicht die Verwaltung über den Bau von Sportanlagen, sondern die Politik der Stadt Gladbeck, welche durch die gewählten Volksvertreter bestimmt wird.

Der SV Zweckel freut sich über jede sinnvolle Investition in eine Sportanlage, die dem Gladbecker Sport und insbesondere dem Fußballsport zugutekommt. Die Gladbecker Fußballer werden im Vergleich mit anderen Städten im Ruhrgebiet, deren Haushalt auch nicht üppig erscheint, immer weiter abgehängt.

Um dem Auspendeln von sportbegeisterten Fußballern zu begegnen ist ein weiterer Kunstrasenplatz sicher ein gutes Signal. Der geplante Standort im Gladbecker Süden ist für den SV Zweckel und seine vielen Jugendmannschaften natürlich ein Schlag ins Gesicht.

In der Sportverhaltens-/Sportstättenentwicklungsanalyse ist Prof. Hübner vor mehr als vier Jahren insbesondere auf das Vorhandensein von Jugend- und Seniorenmannschaften sowie auf die Nähe und Nutzbarkeit durch Schulen eingegangen. Das sollten damals die Gründe für den Sportplatz an der Konrad-Adenauer-Allee gewesen sein.

Jetzt steht eine neue Entscheidung über einen weiteren Kunstrasen an und die damalige Argumentation gilt offenbar nicht mehr. Wie die Entwicklung der Gladbecker Fußballmannschaften eindeutig belegt, hat der SV Zweckel mit 19 Jugend- und 3 Seniorenmannschaften deutlich mehr Teams im Spielbetrieb als alle anderen Gladbecker Fußballvereine.

Die aktuelle Situation kann man aus der Tabelle am Ende dieses Artikels ersehen.

Angeblich soll es zur Sportanlage (hier ist nur der Rasenplatz gemeint) seit mehr als zwei Jahren ein Lärmschutzgutachten geben. Leider hat die Stadtverwaltung dem SV Zweckel bisher die Einsichtnahme verweigert. Wenn es dieses Gutachten tatsächlich geben sollte, warum darf der betroffene Verein dieses noch nicht einmal zur Kenntnis nehmen?

Herr Klaus-Dieter Bugdoll, Leiter des Amtes für Integration und Sport, hatte in den vergangenen Jahren geäußert, dass es an der Anlage Probleme mit dem Lärmschutz geben könnte. Genaues ist dem Verein nie mitgeteilt worden.

Die „häufigen“ Beschwerden über den Lärmschutz am Sportplatz an der Dorstener Straße bezogen sich in der Vergangenheit in den meisten Fällen eher nicht auf den Lärm, der durch den Sport an sich hervorgerufen wurde, abgesehen von einer Sirene, deren Betrieb bei den Spielen der ersten Mannschaft eingestellt wurde.

Der SV Zweckel benötigt eine Perspektive, denn trotz hervorragender Jugendarbeit würden sich nach dieser Entscheidung in den nächsten Jahren die Rahmenbedingungen kaum verbessern.

Das Angebot von Herrn Beigeordneten Weichelt, dass die Erste immer noch im Stadion spielen könnte, geht an der Realität vorbei.

Es gäbe noch weitere 21 Mannschaften, die immer noch unter denkbar schlechten Umständen ihrem Freizeitsport nachgehen müssten und in den nächsten Jahren Staub und Dreck schlucken müssten oder bei Starkregen das Schwimmabzeichen vorweisen müssten, um den Platz betreten zu können.

Hört Euch an, was die Verwaltung und unsere Volksvertreter am Donnerstag, dem 06.10.2016, um 16:00 Uhr, im Ratssaal zu sagen haben.

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