Zweckel und Scholven wären die Gewinner

Vor ein paar Jahren, als beim SV Zweckel die erste Mannschaft mal wieder nicht trainieren konnte, weil der Rasenplatz unbespielbar war, drohte der damalige Trainer Günter Appelt öffentlich damit, nach Scholven umzuziehen. Frei nach dem Motto: Das wäre ja eine schöne Blamage für die Stadt Gladbeck, wenn der Verein in Gelsenkirchen heimisch würde.

Drohung? Was für eine Drohung? Auf der Suche nach einer geeigneten Fläche, auf der eine moderne Spielstätte für den SV Zweckel entstehen kann, haben sich Sportdezernent Rainer Weichelt und Sportamtsleiter Dieter Bugdoll lange umgeschaut – in Gladbeck und schließlich auch in Scholven.

Und sie und ihre Gelsenkirchener Kollegen haben dann das getan, was stets gefordert, aber fast nie praktiziert wird. Sie haben das kleinkarierte Kirchturmsdenken hinter sich gelassen – und eine Lösung gefunden, die gut ist für den SV Zweckel und die gut ist für den SV Hansa Scholven, der ansonsten wohl nie einen Kunstrasen bekommen würde. So etwas nennt man Win-Win-Situation.

Die Vorstellung, dass ein Aushängeschild des Gladbecker Fußballs in Gelsenkirchen spielen und trainieren wird, dürfte heutzutage nur noch Hardcore-Traditionalisten schockieren. Sollten diese sich nun zu Wort melden, müssen sie ein Frage beantworten: Wo soll der SVZ zukünftig kicken? Der marode Platz an der Dorstener Straße ist jedenfalls keine Alternative.

 

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