SV Schermbeck – SV Zweckel 3:1 (1:0)

Auf dem kurzen Anreiseweg nach Schermbeck wurde die Zweckeler Mannschaft von vielen Zweckeler Fans begleitet, die sich alle viel von dieser Partie versprachen. Leider blieb die Zweckeler Mannschaft hinter den Erwartungen zurück und verlor dieses wichtige Spiel gegen einen wenig übermächtigen Gegner.
In den ersten 45 Minuten waren die Zweckeler überhaupt nicht im Spiel. Das lag aber nicht an der Viererabwehrkette, sondern eher an den im gesamten Spiel kaum vorhandenen 6er-Positionen. Im Mittelfeld hatten die Schermbecker zu viel Raum und wurden nicht energisch genug bekämpft und im Spielaufbau gestört. Der Gastgeber kam einige Male gefährlich vor das Zweckeler Tor, musste jedoch bis zur 28. Minute auf den ersten Torschrei warten. Marek Klimczok spazierte im Mittelfeld vor dem Sechzehner quer über das Spielfeld und wurde auch bei der Flanke nicht gestört. Torjäger Tim Dosedal bedankte sich artig und hatte keine Mühe den Ball im Zweckeler Tor unterzubringen.Zwei Minuten später ersetzte Onur Özbicerler den angeschlagenen Devin Müller. Vor der Halbzeit tat sich nicht mehr viel in der Volksbank-Arena in Schermbeck und mit diesem knappen Spielstand ging es in die Kabinen.
Nach der Pausenansprache brachte Günter Appelt mit Serkan Köse einen frischen Mann für den verletzten Kevin Klein und in der 59. Minute erstmalig nach seiner langen Verletzungspause Ramadan Ibrahim für Pjer Radojcic. Die verstärkten Offensivbemühungen der Gäste führte dazu, dass sich das Spiel mehr und mehr in die Schermbecker Hälfte verlagerte. Norman Seidel wagte sich bei den Standards wieder einmal nach vorne und erzielte wieder einmal per Kopf den „Fast-Ausgleich“, denn der Treffer zum Ausgleich wurde wegen angeblichen Foulspiels nicht anerkannt. Die Schermecker machten es in der 71. Minute besser, als eine weite Flanke vom gegnerischen Stürmer an den Pfosten geköpft wurde und Yannis Scheuch im Nachschuss das 2:0 erzielte. Gute Chancen durch Konarski und Bentaleb wurden vorher leider vergeben. In der 83. Minute erzielte der aktivste Kämpfer im Zweckeler Dress, Norman Seidel, den Anschlusstreffer und die zahlreiche Anhängerschar der Zweckeler schöpfte noch einmal Hoffnung.
Ein am heutigen Tag wiederholter Fehler im Spielaufbau führte zum Ballgewinn durch den Gastgeber mit anschließendem Freistoß. Während die Zweckeler noch mit dem Stellen der Abwehrmauer beschäftigt waren, führte der SVS den Freistoß schnell und direkt aus und überraschten damit den Zweckeler Keeper Fabian Matschnigg. Das 3:1 war natürlich die Entscheidung.

Möglicherweise konnten die jungen Zweckeler mit dem Druck, der vor dem Spiel auf ihnen lastete, nicht so umgehen, dass sie befreit aufspielen konnten. Nach dieser Niederlage ist die Situation nicht besser geworden. Das rettende Ufer ist immer noch erreichbar. Das kann aber nur gelingen, wenn die Spieler mit einer entsprechenden Einstellung und Kampfkraft in die Spiele gehen. Nieman erwartet Wunderdinge von der Mannschaft, aber zu einem guten Fußballspiel gehört auch eine gewisse Lockerheit und Lust, den Gegner niederzuringen und auch das Spiel gewinnen.

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