Am 17.06.2020 tagte der Sportausschuss unter Leitung von Mario Sommerfeld und beschloss folgenden Antrag:

Der Sportausschuss beauftragt die Verwaltung, die notwendigen Gespräche mit der Stadt Gelsenkirchen zu führen und die Rahmenbedingungen für eine gemeinsame Nutzung der Sportanlage an der Baulandstraße durch den SV Zweckel und Hansa Scholven zu prüfen. Über das Prüfergebnis wird der Sportausschuss zeitnah informiert.

Diese Vorlage wurde mit einer Gegenstimme beschlossen.

Eine Stunde vorher hatte die Stadt Gelsenkirchen in gleicher Angelegenheit getagt und einem gleichgelagerten Antrag einstimmig zugestimmt.

Der Erste Beigeordnete der Stadt Gladbeck Rainer Weichelt und der Amtsleiter für Integration und Sport Klaus-Dieter Bugdoll zeigten noch einmal die Aktivitäten der vergangenen Jahre auf:

Am 06.10.16 wurde der Beschluss gefasst, dass der vierte Kunstrasen in Gladbeck für den SV Zweckel geplant werden soll. Ein Jahr später trat die neue Lärmschutzverordnung in Kraft und das darauf basierende Gutachten ergab, dass es bezüglich der Lärmwerte keine Perspektive für die Sportanlage an der Dorstener Straße geben kann. Anschließend wurde mit einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung des Vorstands des SV Zweckel nach einer Lösung gesucht. Ein weiteres Gutachten, welches insbesondere den sog. Altanlagenbonus in den Fokus nahm, erbrachte keine Verbesserungen für den Standort an der Dorstener Straße. Ende 2017 und Anfang 2018 wurden alternative Standorte geprüft, die jedoch alle keinen Erfolg versprachen.

Im April 2018 fand ein erstes Gespräch mit der Stadt Gelsenkirchen über eine die Stadtgrenze übergreifende Nutzung der Sportanlage Baulandstraße auf Verwaltungsebene statt.

Im Januar 2020 trafen sich die Verwaltungsspitzen der beteiligten Kommunen und stimmten einige Eckdaten ab:

  • Finanzierung der Umwandlung des mittleren Spielfeldes (s. o. der rechte Ascheplatz im Bild von GoogleMaps) in einen Kunstrasen durch die Stadt Gladbeck (Eine Eckfahne dieses Tennenplatzes ist übrigens identisch mit der Stadtgrenze)
  • Nutzung der Sportanlage durch den SV Zweckel und Hansa Scholven (Kostenbeteiligung der Stadt Gladbeck)
  • Perspektivisch bis zum Jahr 2023: Bau eines Umkleidegebäudes für den SV Zweckel auf Gladbecker Stadtgebiet
  • Weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu einem modernen Bewegungsarel müssen geklärt werden
  • Vorstellung und Beauftragung für das interkommunale Projekt in den Sportausschüssen

Vertreter der unterschiedlichen politischen Fraktionen sprachen sich für die Aufnahme der Gespräche mit Gelsenkirchen aus und machten deutlich, dass der vorliegende Antrag einer interkommunalen Zusammenarbeit eine hervorragende Perspektive für den SV Zweckel sei.

In der Sitzung, die wegen der Abstandsregelungen In der Stadthalle abgehalten werden musste, waren Vertreter des Vorstands des SV Zweckel geladen. Der Vorsitzende des Vereins erhielt in der Sitzung das Rederecht und machte noch einmal deutlich, dass die vorliegende Planung keine Entscheidung des Herzens, sondern der Vernunft sei. Der SV Zweckel muss sich zukunftsfähig aufstellen und dabei auch über so eine unpopuläre Maßnahmen wie die Aufgabe einer Sportanlage nachdenken. Er dankte in der Sitzung noch einmal der Verwaltung, den beteiligten Parteien und anderen Beteiligten, die in den vergangenen Jahren beim Finden einer Lösung behilflich gewesen sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.