TSG Sprockhövel – SV Zweckel 5:1 (2:1)

Alles wie gehabt! Der SV Zweckel schlägt sich selbst! Auch wenn vor der Partie niemand einen Pfifferling auf den SV Zweckel gesetzt hatte und das Ergebnis auch sehr klar ausfiel, so einfach war es für den unangefochtenen Spitzenreiter nicht.
Der SV Zweckel begann etwas defensiver und spielte aus einer verstärkten Abwehr heraus. Die Sprockhöveler standen sehr hoch und griffen die Gäste sofort an. Doch in der ersten Viertelstunde ließen die Zweckeler überhaupt keine Torchance der TSG zu. Ganz im Gegenteil: Der SV Zweckel konterte einige Male sehr gefährlich und erzielte in der 15. Minute sogar die Führung. Nach einem schnellen Konter schloss der starke Marcel Titz mit einem Flachschuss in die linke untere Ecke zum 0:1 ab. Die Gastgeber antworteten mit wütenden Angriffen, rannten sich aber immer wieder in der vielbeinigen Abwehr der Schwarz-Grünen fest. In der 33. Minute standen die Zweckeler nach einem Eckball nicht richtig geordnet und der Gästestürmer traf aus spitzem Winkel in den Giebel. Nur zwei Minuten vor der Pause gingen die Hausherren sogar überraschend in Führung. Eine Schlenzer prallte von der Latte in den Fünfmeterraum und die Zweckeler Abwehr schlief komplett, so dass der Gegner sich rigoros gegen drei Abwehrspieler durchsetzte, weil er das Tor auch mit unbedingtem Willen erzielen wollte.
In der zweiten Halbzeit brachte Trainer Günter Appelt in der 67. Minute Tolga Cengelcik für den angeschlagenen Diyar Kaplan, um auch noch die Offensive zu verstärken. Einige gute Angriffe wurden leider trotz Überzahl nicht erfolgreich zu Ende gespielt, da fast immer die „falsche“ Entscheidung getroffen wurde.
Nach einem katastrophalen Abwehrfehler gingen die Gastgeber mit 3:1 in Führung und erzielten damit schon die Vorentscheidung. Mit Kevin Klein für Serkan Köse wechselte der SVZ noch offensiver und wurde in der 85. und 89. Minute noch durch zwei weitere Konter bestraft. Dem 4:1 ging wieder ein grober Schnitzer der Hintermannschaft voraus und dabei machte es auch nichts, dass der Treffer aus einer klaren Abseitsposition entstand.
Selbst der Schiedsrichter hatte nach dem Spiel Mitleid mit dem SV Zweckel, denn er bemerkte, dass es sich um ein „komisches“ Spiel gehandelt hätte, da der Gegner auch in der zweiten Halbzeit nur 4 oder 5 Mal vor das Zweckeler Tor kam und trotzdem dreimal traf.

Eine positive Erkenntnis nimmt der SV Zweckel allerdings aus Sprockhövel mit. Spielerisch und kämpferisch könnte man durchaus mit einer Topmannschaft mithalten, wenn es einmal gelingen sollte, die Fehler einer „Kabenmannschaft“ zu vermeiden.

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