SV Zweckel – TuS Wiescherhöfen 2:4 (0:2)

Der SV Zweckel hat am Ende dumm und unnötig verloren. An dieser Niederlage waren jedoch weder die Gäste noch die Zweckeler selbst alleine beteiligt, vielmehr hat sich am heutigen Nachmittag ein Schiedsrichtergespann in Zweckel präsentiert, wie es wohl noch nie auf dem Rasenplatz an der Dorstener Straße gesehen wurde.

Der „Unparteiische“ Alessandro Cordi zog sage und schreibe 10 mal Gelb gegen die Gastgeber und krönte seine „Spitzenleistung“ in der 85. Minute noch mit Gelb-Rot für Onur Özbizerler.

Aber der Reihe nach:

Der SVZ begann gut und kam mit einigen guten Angriffen gefährlich vor das gegnerische Tor. Auf der rechten Außenbahn stürmte Pascalis Terzis, den Trainer Mike Theis auf Grund der Verletztenmisere aus der A-Jugend hochgezogen hat. Der quirlige Stürmer sorgte neben seinen Dribblings auch mit guten Standards immer wieder für Gefahr.

Nach 11 Minuten kamen die Gäste erstmalig vor das Zweckeler Tor und schossen überraschend zum 0:1 ein. Die Zweckeler drückten im Anschluss auf das Tempo, konnten sich allerdings noch nicht entscheiden durchsetzen. Tobi Krause und Norman Seidel verzogen aus mehreren Metern bzw. trafen den Ball nicht richtig. Dann kam die wohl vorentscheidende Szene des Spiels. Nach einem langen Ball lief Maurice Hövel dem Ball auf den eigenen Torhüter hinterher und wurde vom heranstürmenden Gästestürmer in Torwart Dario Schierenberg geschubst. Anstatt auf Freistoß für die Zweckeler zu entscheiden, ließ der während des gesamten Spiels völlig überforderte Referee vom FC Gevelsberg-Vogelsang weiterspielen und der Stürmer musste nur noch einschieben. Doch damit nicht genug. Beide Zweckeler Spieler blieben verletzt liegen und Maurice Hövel musste mit einem Rettungswagen dem Krankenhaus zugeführt werden. Auch Dario Schierenberg musste wenige Minuten später gegen Rafael Dudek ausgetauscht werden. Zu allem Überfluss forderte der Schiedsrichter die Zweckeler auf, den Anstoß auszuführen, welchen diese jedoch mit Hinweis auf die auf dem Rasen verletzten Spieler unterließen. Das hatte jedoch auch noch eine gelbe Karte zur Folge.

Der Linienrichter Robert Starke, immerhin seit 4 Jahren Schiedsrichter, teilte dem aufgebrachten Trainer Mike Theis vor reichlich Zeugen mit, dass das doch lediglich ein kleiner Schubser gewesen sei. Unabhängig von der Stärke dieses Stürmerfouls wurden zwei Spieler so stark verletzt, dass sie nicht mehr weitermachen konnten und die Gäste dadurch mit 0:2 in Führung ging.

In der zweiten Halbzeit spielten die Zweckeler noch zielstrebiger und kamen durch Norman Seidel nach einem durch Pascalis Terzis getretenen Standard per Kopf zum Anschlusstreffer. Die Schwarz-Grünen spielten immer druckvoller und erzielten durch Norman Seidel in der 83. Minute den Ausgleichstreffer. Onur Özbizerler hatte sich stark trotz taktischen Fouls durch die Gästeabwehr stark durchgesetzt und im Stolpern noch den Ball zum Kapitän weitergeleitet. Nach dem Ausgleich wurde das vorangegangene Foulspiel an Özbizerler natürlich nicht durch den Schiedsrichter geahndet. Auf der anderen Seite geizte Alessandro Cordi jedoch nie mit Karten und verteilte diese mehr als ungerecht fast ausschließlich auf der Zweckeler Seite für kleinste Fouls und insbesondere für die eine oder andere verärgerte Äußerung der Zweckeler.

Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich auch nicht, dass das Gespann auch zwei offensichtliche Handspiele im Strafraum der Hammer geflissentlich übersehen. In der Halbzeit wurde der SV Zweckel aufgefordert, den Ordnungsdienst zu verstärken. Wer weiß, an welche Szenarien Schiedsrichter Alessandro Cordi dachte, der natürlich immer wieder durch aufgebrachte Zweckeler Fans verbal angegangen wurde.

Auf Grund der miserablen und unzweifelhaft nicht objektiven Leistung des Gespanns waren solche Äußerungen mehr als verständlich.

Nach dem Ausgleich wollten die Gastgeber noch mehr, doch der Schuss ging im wahrsten Sinne nach hinten los. Ein verunglückter Rückpass brachte die Gäste mit 2:3 in Führung und mit einem Traumtor aus mehr als 40 Metern entschieden die Gäste in der 88. Minute das Match. Fünf Torschüsse reichten den Gästen, um in Zweckel vier Tore zu erzielen und als Sieger vom Platz zu gehen.

Trotz Niederlage gibt das Spiel jedoch Anlass zum Optimismus. Der Gastgeber war mehr als überlegen und mit einer fairen Schiedsrichterleistung wäre hier sicher mehr möglich gewesen.

Eine Antwort zu “Neuer Gelb-Rekord?”

  1. Anonym sagt:

    Habe nur die zweite halbzeit verfolgt und muss die sehr unterirdischen Leistung zustimmen….
    Schade das es so gelaufen ist, gerade im Schiedsrichterwesen :(

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