Der Siegtreffer für Zweckel: Christian Kaminski fasste sich im Spiel gegen den TSV Marl-Hüls kurz vor dem Halbzeitpfiff ein Herz und schoss das Leder volley aus rund 18 Metern Distanz auf das gegnerische Tor. Mit Erfolg. Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Der 25. Oberliga-Spieltag stand ganz im Zeichen der Abstiegskandidaten. Nicht nur der SV Zweckel gewann seine Partie, sondern auch fast alle Mitkonkurrenten siegten.

„Es ist noch alles möglich.“ Mit diesen optimistischen Worten beginnt auf der Homepage des SV Zweckel der Bericht über das Oberliga-Spiel gegen den TSV Marl-Hüls. Keine Frage, der 2:1-Erfolg und die überzeugende Art und Weise, wie er zustande gekommen ist, dürfte den Gladbeckern, die mit 19 Punkten auf dem Konto weiterhin Tabellenschlusslicht sind, im Kampf um den Klassenerhalt Auftrieb geben.

Stadtlohn bezwingt Schermbeck

Wie wichtig der Erfolg war, zeigte sich erst, als die Ergebnisse der Mitkonkurrenten des SV Zweckel an der Dorstener Straße bekannt wurden. Der 25. Spieltag stand nämlich ganz im Zeichen der Abstiegskandidaten. SuS Stadtlohn (jetzt 24 Punkte) hatte das Kellerduell gegen den SV Schermbeck (24) mit 3:1 gewonnen, der SC Paderborn 07 II (26) war bei SuS Neuenkirchen mit 3:2 ebenso erfolgreich wie die Hammer SpVg (27) mit 3:1 beim FC Gütersloh und Arminia Bielefeld II (27) mit 2:0 gegen den FC Eintracht Rheine.

Für den SV Zweckel besonders interessant war der Vergleich zwischen Stadtlohn und Schermbeck. Zum einen aus tabellarischen Gründen, zum anderen, weil die Gladbecker am Sonntag, 3. April, in Stadtlohn antreten. Ulrich Wloch, der Vorsitzende des SVZ, und der Sportliche Leiter Andre Schwarz waren während der eigenen Partie immer über den Stand des Spiels im Münsterland informiert.

Stadtlohn gewann mit 3:1, damit rutschte der SV Schermbeck, der am Gründonnerstag noch den SV Zweckel bezwungen hatte, auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Christoph Schlebach, Trainer des SVS, war überhaupt nicht zufrieden: „Was wir in der zweiten Halbzeit abgeliefert haben, das war echt enttäuschend.“ Dabei waren die Gäste in Stadtlohn gut in die Partie gekommen und nach 22 Minuten durch Marek Klimczok in Führung gegangen. Josse Gerick glückte in der 35. Minute der Ausgleich,

Profi trifft zweimal für Bielefeld

Winter-Zugang Christian Erwig brachte sechs Minuten nach dem Seitenwechsel SuS in Führung. „Ab dem Zeitpunkt“, schimpfte Schlebach, „war von Fußball bei meiner Mannschaft überhaupt nichts mehr zu sehen.“ Dirk Jasmund entschied nach 67 Minuten mit seinem Treffer zum 3:1 das Kellerduell zu Gunsten von Stadtlohn.

Der SC Paderborn 07 II setzte sich in Neuenkirchen ebenso überraschend durch wie Arminia Bielefeld II gegen Eintracht Rheine. Die Bielefelder gewannen ihr Heimspiel dank der Unterstützung von Dennis Mast aus dem Profikader. Der 24-Jährige erzielte beim 2:0 nämlich beide Treffer für seine Farben. „Dennis war ein wichtiges Element“, lobte Arminias Trainer Daniel Scherning die Profi-Leihgabe. Und weiter: „Es tut dem Jungen gut, das Spiel für uns entschieden zu haben.“ Mast war übrigens nicht der einzige Akteur aus dem Zweitliga-Aufgebot der Bielefelder, der im Stadion Rußheide gegen Rheine zum Zuge kam. In Daniel Brinkmann, Björn Jopek und Koen van der Biezen standen drei weitere Berufsfußballer auf dem Platz. Vor allem der erfahrene Brinkmann fiel als Organisator der Bielefelder Hintermannschaft überaus positiv auf. Scherning atmete, auch mit Blick auf die anderen Ergebnisse, auf: „Das war in unserer schwierigen Situation ein extrem wichtiger Sieg.“

Die Hammer SpVg wähnt sich nach dem zweiten Sieg in Folge auf dem richtigen Weg. „Respekt an die Jungs“, sagte nach dem 3:1-Erfolg beim FC Gütersloh HSV-Trainer Ferhat Cerci, „sie haben in kurzer Zeit zweimal gewonnen, und das auf vernünftige Art und Weise. Das bringt uns das Selbstvertrauen, das wir brauchen.“ Yakup Köse, der Kapitän der Hammer, kommentierte: „Wenn wir so weiterspielen, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir bald aus dem Keller raus sind.“

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