SF Siegen – SV Zweckel 2:0 (1:0)

Mal wieder gingen die Zweckeler in einem Auswärtsspiel leer aus und verloren auch in der Höhe verdient mit 2:o beim Regionalligaabsteiger. Trotzdem können die Zweckeler auf dieser Leistung aufbauen, denn sie erspielten sich in beiden Halbzeiten hervorragende Chancen, die aber meistens vom starken Gästekeeper zunichte gemacht wurden.
Trainer Günter Appelt wechselte im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Paderborn die Mannschaft auf einer bzw. zwei Positionen. Kevin Klein blieb zunächst auf der Bank und Christian „Kamille“ Kaminski rückte in das Abwehrzentrum. Dadurch konnte Devin Müller auf die „Sechs“ rücken. Doch dann führte ein Standard zur Führung der Hausherren: Haluk Arslan spielte kurz zu Marco Komenda. Bis zur 38. Minute ging die Rechnung auf und beiden Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend. Die SF Siegen wollten offensichtlich auch nicht vehement das Spiel machen, sondern verlegten sich im eigenen Stadion aufs Kontern. Ein Standard führte dann doch zum 1:0 für die Heimmannschaft, nachdem eine Flanke an der Grundlinie erlaufen werden konnte, anschließend der Siegener Stürmer einen Zweckeler tunnelte und dann scharf in die Mitte spielte. Sebastian Tiszai fälschte den Ball unglücklich ins eigene Tor ab.
Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Kabinen. Nach dem Pausentee brachte Günter Appelt den in der letzten Woche mit grippalem Effekt angeschlagenen Lukas Tomanek für Ramadan Ibrahim und wollte damit die Angriffsbemühungen verstärken. Ab der 68. Minute gingen die Gäste noch mehr Risiko, denn Kevin Klein rückte für Pjer Radojcic noch in den Sturm. Doch diese Risikobereitschaft wurde leider nicht belohnt, im Gegenteil, die Siegener erzielten in der 74. Minute den zweiten Treffer. Dieses 2:0 hatte auch bis zum Ende Bestand.
Wieder einmal mussten die Zweckeler die Punkte in der Fremde liegen lassen und trafen hierbei auf einen clevereren Gegner, der die sich bietenden Chancen eiskalt nutzte.
Außerdem durften die Zweckeler einmal mehr in einem schönen Oberligastadion gegen einen etablierten Gegner antreten. Seit dem letzten Umbau im Jahr 2005 hat das Leimbachstadion ein Fassungsvermögen von ca. 18.500 Zuschauern. Gut 2.000 Sitzplätze und noch weitere rund 1.100 Stehplätze befinden sich unter dem Dach der Haupttribüne.
Das sind Verhältnisse, welche dem SV Zweckel zurzeit nicht zur Verfügung stehen. Und die knapp 1.000 Zuschauer im Siegener Stadion im Spiel gegen einen Underdog zeigen doch zumindest, dass Oberligafußball in anderen Regionen besser angenommen wird als im nördlichen Ruhrgebiet. Obwohl nur eine halbe Stunde später die Königsblauen in Stutgart antraten, fanden sich immerhin so viele Fußballinteressierte in Siegen ein.

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