Die jüngste Stellungnahme des SV Zweckel zur Trainings- und Spielsituation an der Dorstener Straße hat die Stadtverwaltung Gladbeck auf den Plan gerufen.

Die Stellungnahme des SV Zweckel zur Trainings- und Spielsituation an der Dorstener Straße (WAZ vom 21. Mai) hat nun die Stadtverwaltung Gladbeck auf den Plan gerufen. In einer Pressemitteilung heißt es unter anderem: „Selbstverständlich ist die Anlage des SV Zweckel in die Jahre gekommen. Aber: Ein Kunstrasenplatz an dieser Stelle verursacht Kosten in Millionenhöhe und wäre auch aus Lärmschutzgründen kritisch zu beurteilen. Darüber ist der Verein seit langem informiert.“

Die WAZ dokumentiert nachfolgend die komplette Stellungnahme der Stadtverwaltung im Wortlaut.

„Erneut hat sich der Vorstand des SV Zweckel am Wochenende öffentlich über Trainings- und Spielbedingungen beklagt.

Die Stadtverwaltung Gladbeck nimmt dazu Stellung:

Richtig ist: Dem Verein wurden Trainingszeiten auf zwei Kunstrasenplätzen angeboten: Hegestraße montags ab 20 Uhr, donnerstags Konrad-Adenauer-Allee, bereits ab 19.30 Uhr, also eine Stunde eher als behauptet. Darüber hinaus wurden dem SVZ auch zwei Trainingstage pro Woche bei Adler Ellinghorst angeboten. Dies wurde bislang gar nicht genutzt.

Der SV Zweckel nutzt außer den Sportanlagen an der Dorstener Straße zusätzlich die Sporthallen der ehemaligen Elsa-Brandström-Schule, der ehemaligen Willy-Brandt-Schule, der Pestalozzischule, das Lehrschwimmbecken Zweckel. Außerdem besteht nach wie vor das Angebot, Spiele im Stadion auszutragen. Damit hat der SV Zweckel die Möglichkeit, insgesamt zehn Sportanlagen zu nutzen. Bis zur Ankunft der Flüchtlinge wurde auch der Sportplatz an der Fritz-Erler-Straße genutzt.

Behauptet wurde: ‘Die Stadt Gladbeck hat dem SV Zweckel Trainingszeiten auf den beiden Kunstrasenplätzen der Stadt angeboten. Diese sollten zwischen 20.30 und 22 Uhr stattfinden.’

Richtig ist: Die Stadt Gladbeck hat bereits 2013 alle Fußballvereine angeschrieben und darum gebeten, nur dann Mannschaften neu zu bilden, wenn die entsprechenden Kapazitäten (Umkleiden und Sportplätze) auch zur Verfügung stehen. An diese Übereinkunft halten sich alle Gladbecker Fußballvereine bis auf den SV Zweckel.

Behauptet wurde: ‘Die Jugendarbeit des SV Zweckel ist schon sehr gut. Sie könnte allerdings noch nachhaltiger sein, wenn wettbewerbsfähige Voraussetzungen gegeben wären und die 20 Jugendmannschaften auf einem halbwegs vernünftigen Geläuf trainieren könnten.’

Richtig ist: Der Winterdienst ist mit dem Verein durch eine Vereinbarung einvernehmlich geregelt. Beide Seiten haben rechtsverbindlich unterzeichnet. Der SV Zweckel erhält für die Pflege der Anlage jährlich 15000 Euro (1250 Euro monatlich) mehr als alle anderen Gladbecker Vereine.

Behauptet wurde: ‘Etwaige Zusatzkosten durch den durch den SV Zweckel durchzuführenden Winterdienst an der Dorstener Straße finden dabei noch keine Berücksichtigung. Dem SV Zweckel ist kein anderer Sportverein in Gladbeck bekannt, der den Winterdienst über mehrere hundert Meter am Vereinsgelände gewährleisten muss.’

Die Stadtverwaltung abschließend: ‘Selbstverständlich ist die Anlage des SV Zweckel in die Jahre gekommen. Aber: Ein Kunstrasenplatz an dieser Stelle verursacht Kosten in Millionenhöhe und wäre auch aus Lärmschutzgründen kritisch zu beurteilen. Darüber ist der Verein seit langem informiert.’“

Eine Antwort zu “Stadt Gladbeck – „Kunstrasenplatz verursacht Kosten in Millionenhöhe“ (WAZ vom 25.05.2016)”

  1. Jürgen Fehst sagt:

    Diese Stellungnahme der Stadt Gladbeck ist ein Armutszeugnis. Hier wird nach Ausflüchten gesucht, um den Verein, die Mitglieder und auch die Bürger ruhig zu halten. Es gibt in dieser Stellungnahme nichts Positives, dass dem SV Zweckel entgegen kommt. Die Stadt hat nicht ein einziges Konzept, um eine dauerhafte Lösung zu finden und dass schon seit Jahren.
    Unverständlich ist für mich, dass man über die vorgebrachten Alternativen des SV Zweckel, nicht ein Wort verliert. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass man den SV Zweckel am liebsten wo anders sehen würde, aber nicht in Zweckel. Was die Stadt Gladbeck hier für eine Stellungnahme abgegeben hat, betrachte ich als hilflos und peinlich.

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