Günter Appelt, Trainer des SV Zweckel, sah in Erkenschwick eine 0:2-Niederlage seines Teams.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck/Erkenschwick. In der Fußball-Oberliga kassierte Schlusslicht SV Zweckel die nächste Niederlage. Die Abstiegs-Mitkonkurrenten punkteten jedoch allesamt.

Der SV Zweckel ging bei der Oberliga-Mannschaft der Stunde leer aus. 0:2 hieß es vor 153 Zuschauern im Stimberg-Stadion gegen die SpVgg Erkenschwick aus Sicht der Gladbecker, für die es im Tabellenkeller immer düsterer wird. Denn gestern feierten die Mitabstiegs-Konkurrenten SV Schermbeck (2:1 gegen SuS Neuenkirchen), SuS Stadtlohn (3:1 über Westfalia Rhynern), SC Paderborn 07 II (2:1 gegen den FC Gütersloh) und Hammer SpVg (4:1 gegen den TuS Ennepetal) allesamt Siege. Elf Punkte trennen die Zweckeler nun bereits vom dritt- und viertletzten Tabellenplatz – und für den SVZ stehen nur noch sieben Partien aus.

SpVgg Erkenschwick – SV Zweckel 2:0 (1:0)

SV Zweckel: Matschnigg, Radojcic, Aldirmaz, Schulz, Kaminski, Titz, Özbicerler (67. Köse), Klein, Konarski, Demir, Müller (75. Ibrahim).
Tore: 1:0 Eisen (26.), 2:0 Nebi (69.).
Bes. Vorkommnisse: Demir (SV Zweckel) sieht Gelb-Rot.

Mitte der ersten Halbzeit brachten die Fans der SpVgg Erkenschwick Akteur Arda Nebi ein Ständchen zum Geburtstag. Ansonsten hatte es für die Anhänger noch keinen Anlass gegeben, um sich bemerkbar zu machen. Auf dem Platz nämlich war bis zu diesem Zeitpunkt hüben wie drüben merklich wenig passiert.
Mirko Eisen erzielt die Führung

Was der Tabellenletzte SV Zweckel, der in Kapitän Norman Seidel und Angreifer Hatim Bentaleb zwei wichtige Stammkräfte ersetzen musste, vielleicht als Teilerfolg werten konnte im Spiel gegen die davor sechs Mal in Serie siegreichen Erkenschwicker. Warum die Platzherren aber zuletzt so fleißig punkten konnten, zeigten sie kurz nach der Gesangseinlage ihrer Zuschauer. In der 26. Minute nämlich war Mirko Eisen wie aus dem Nichts zur Stelle und brachte die Platzherren in Führung.

In der Folgezeit übernahmen die Erkenschwicker die Kontrolle über die Partie. Und in der 33. Minute lag das Leder erneut im Tor des SV Zweckel. Nach einem Eckball war es wieder Eisen gewesen, der getroffen hatte. Der Treffer fand jedoch von Schiedsrichter Marco Goldmann wegen Abseitsstellung keine Anerkennung.
Mohammed Demir sieht Gelb-Rot

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber die aktivere Mannschaft. Die Entscheidung fiel Mitte der zweiten Halbzeit innerhalb von knapp 180 Sekunden. Zunächst sah der Zweckeler Mohammed Demir die Ampelkarte, danach bediente der Erkenschwicker Torjäger Stefan Oerterer in der 69. Minute Nebi. Das Geburtstagskind erzielte das 2:0.

Und so schwinden beim SV Zweckel allmählich die Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Am Sonntag, 24. April, muss gegen die Hammer SpVg ein Sieg her, um überhaupt noch davon träumen zu dürfen, auch in der nächsten Saison in der Oberliga zu spielen.

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