Die Wasserschlacht von Gladbeck hatte für den SV Zweckel kein gutes Ende. Das Heimspiel gegen Westfalia Rhynern war bereits nach der ersten Halbzeit entschieden. Zu allem Überfluss droht nun auch noch mit Norman Seidel Ärger.

SV Zweckel – Westfalia Rhynern 1:5 (1:3)
Drei Oberliga-Spiele fielen den heutigen Witterungsbedingungen zum Opfer. In Gladbeck-Zweckel wäre beinahe Spiel Nummer vier am 13. Spieltag hinzugekommen. Der Schiedsrichter Armin Sieber entschied aber, dass gespielt wird. Und kaum war das Spiel begonnen, war es für die Gastgeber auch schon verloren. Die Gäste aus Hamm führten nach nicht einmal 200 Sekunden mit 1:0. „Das 1:5 klingt heftig, das Spiel war aber eigentlich nicht so, auch wenn Felix Berge vor dem 0:1 schon sehr früh patzt“, sagte Zweckel-Trainer Günter Appelt nach dem Spiel.

Der SVZ steckt laut Angaben seines Trainers aber nicht auf. Im Gegenteil. „Wir hatten Möglichkeiten zum Ausgleich“, so Appelt, der dann aber mit ansehen musste, wie altbekannte Dinge passierten. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, vor allem in der Defensive und uns teilweise wie Schüler ausspielen lassen“, kommentierte Appelt vor allem das 0:2. Zu diesem Zeitpunkt war erst eine Viertelstunde gespielt und Rhynern war in dieser Saison alles andere als bekannt dafür, ein Schreckgespenst der Liga zu sein. Beim 0:3 patzte auch noch Ersatz-Ersatz-Torhüter David Kulina, der unter der Woche noch so sehr von Appelt gelobt worden war. „Ja, es war sein Fehler, vorher waren es aber auch schon drei Meter Abseits“, kritisierte Appelt das Schiedsrichtergespann. „Wir hatten nach dem 0:3 20 bis 25 richtig gute Minuten und haben unter anderem den Anschlusstreffer erzielt. Aber ob Klein, Yilmaz, Titz oder Trampe: alle haben ihre Chancen vergeben“, haderte Zweckels Übungsleiter mit der Chancenverwertung. So war es nur Serkan Köse, der praktisch mit dem Halbzeitpfiff zum 1:3 traf.

Nach der Halbzeit konterten die Gäste zum 4:1. „Da war die Partie entschieden“,  blickte Appelt zurück. „Auf dem schwer bespielbaren Boden war es dann für uns nach diesem Rückstand auch nicht mehr einfach. Was wir letzte Woche noch gut gemacht haben, haben wir heute falsch gemacht. Es war ohne Frage ein verdienter Sieg für Rhynern. Aber sie haben uns nicht so erdrückt, wie das Ergebnis aussagt. Die Niederlage ist zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen.“

Nebst der hohen Niederlage fiel auf, dass Norman Seidel (Foto) – der nach wochenlangen Verletzungspause vor einer Woche erstmals wieder zu einem 30-minütigem Einsatz gekommen war – heute gar nicht im Kader stand. „Mit ihm wird es noch ein Gespräch geben. Ich bin mit der Vorgehensweise bei Genesungsprozess nicht einverstanden“, sagte Appelt, der aber zunächst nichts von einem Rauswurf wissen wollte. „Nein, wir werden ihn nicht suspendieren. Aber wir müssen uns Gedanken machen, wie es für ihn bei uns weitergeht.“

Für Zweckel geht es bereits am kommenden Freitagabend weiter und dann ausgerechnet beim Tabellenführer TSG Sprockhövel. „Das ist ein Bonusspiel für uns. Da erwartet eh niemand etwas, wenn der Tabellenerste den Tabellenletzten empfängt. Aktuell bin ich natürlich unzufrieden. Aber wir müssen weiter arbeiten, wenngleich wir realistisch bleiben müssen.“ Worte, die alles andere als zuversichtlich klingen. An der Dorstener Straße weht spätestens seit heute ein rauer Wind.
Tore: 0:1 (4.), 0:2 (14.), 0:3 (31.), 1:3 Serkan Köse (45.), 1:4 (55.), 1:5 (85.)

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