Der SV Zweckel hielt gegen den Tabellenführer gut mit, holte aber wieder keine Punkte. Warum Trainer Pannenbecker die Klubführung kritisierte.
Eine ordentliche Leistung, die Moral stimmt, man hält gut mit. Allesamt Prädikate, die dem SV Zweckel im Abstiegskampf in der Bezirksliga nicht weiter helfen. Und doch treffen sie einmal mehr zu. Gegen den Tabellenführer Vestia Disteln verlor die Mannschaft von Michael Pannenbecker mit 1:2 (0:1) – trotz ordentlicher Leistung. Auch er sagt: „Am Ende können wir uns nichts davon kaufen. Aber ob der Sieg für Disteln verdient ist, das bezweifle ich ganz, ganz stark.“
SV Zweckel – SV Vestia Disteln 1:2 (0:1)
SV Zweckel: Ertürk – Musiolik, Cetin, Hövel, Terzis, Kamberi (66. N. Pannenbecker), Türkel, Karaca, Ofiera, Schwers (73. Karsten), Imsirovic.
Tore: 0:1 (32.), 0:2 (60.), 1:2 Karaca (84.).
Immer wieder Nackenschläge

Michael Pannenbecker, Trainer des SV Zweckel, fehlen die personellen Alternativen.
Eine Stunde war gespielt, als die Gladbecker schon wieder vom Glauben abgefallen waren. Sie hatten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs lautstark ständig Mut zugesprochen. Sie dürften den Glauben nicht verlieren. Weitermachen. Dran glauben. Und dann kassieren sie den Gegentreffer zum 0:2 durch eine direkt verwandelte Ecke – der nächste Nackenschlag.
„Wir müssen einfach weiter dran glauben. Aber ja, es ist schwierig“, erklärt der Übungsleiter nach dem Abpfiff. In einem insgesamt mäßigen Fußballspiel hatten zunächst beide Mannschaften durch eine dicke Chance die Führung auf dem Fuß. Der Abschluss von Haris Imsirovic kullerte nur an den Innenpfosten (25.). Sieben Minuten später machte es der Knipser auf der Gegenseite, Philipp Müller, besser. Er versenkte den Ball – das Tor aber war eher ein Zufallsprodukt.
Florian Kamberi zieht sich eine Knieverletzung zu
In der 65. Minute folgte vielleicht die Schlüsselszene. Der Sechser Florian Kamberi verletzte sich wohl schwer am Knie. Mit dem Rettungswagen wurde er zum Krankenhaus gebracht. Er wird den Gladbeckern aller Voraussicht nach einige Zeit fehlen. Das verschärft die ohnehin schon massive Personalnot ungemein.
Einwechseln konnte der Übungsleiter an diesem Nachmittag seinen Sohn Nico, der zum ersten Mal spielberechtigt war und kurzfristig ohne Spielpraxis als Notnagel fungiert. Zudem in Robin Karsten einen Spieler aus der A-Jugend. Pannenbecker dazu: „Vielleicht sollte man sich im Verein einmal Gedanken machen, wer da heute eingewechselt worden ist, was der ersten Mannschaft von Vereinsseite zur Verfügung gestellt wird. In dieser Konstellation – Hut ab vor der Leistung der Jungs.“
Zweckels Karaca erzielt per Hacke den Anschlusstreffer
Denn die beiden Einwechselspieler brachten in der Schlussphase tatsächlich frischen Wind. Yasin Karaca traf per Hacke auch zum Anschlusstreffer (85.). Aber für mehr als die Prädikate „gut verkauft“ reichte es am Ende nicht.

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