SV Zweckel – SuS Neuenkirchen 2:4 (0:1)

Um eines vorweg zu nehmen: Der Schiedsrichter Florian Exner (BW Beelen, Kreis Warendorf) spielte am heutigen Tage Schicksal und war an der unglücklichen Niederlage des Tabellenletzten gegen den Tabellendritten mehr als beteiligt.
In dem nicht besonders hart geführten Spiel verteilte er 6 gelbe Karten, eine gelb-rote und eine rote Karte. Auffälligerweise wurde nur der SV Zweckel mit diesen Verwarnungen bedacht. Für gleichgelagerte Foulspiele beließ es der Unparteiische auf der anderen Seite immer bei Ermahnungen.

Da Karten aber keine Spiele entscheiden, kamen auch noch zweifelhafte Entscheidungen hinzu, die letztendlich zu dem für den SV Zweckel negativen Ergebnis führte.

In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber dreimal die Möglichkeit in Führung zu gehen, konnten aber per Kopfball weder durch Hatim Bentaleb noch durch Norman Seidel verwandeln. Die größte Chance der ersten Halbzeit hatte Neuzugang Hatim Bentaleb, der in der 25. Minute allein auf das Tor zulief und mit seinem Schuß an der Schulter des Neuenkirchener Torhüters scheiterte. Das 1:0 hätte dem Zweckeler Spiel noch mehr Sicherheit verliehen, denn der SVZ war in der ersten Halbzeit die bessere und aktivere Mannschaft. Die hochgelobten Gäste kamen in den ersten 45 Minuten nur zweimal gefährlich vor das gegnerische Tor.

In der 30. Minute schlug das erste Mal die große Stunde des Schiedsrichters Florian Exner. Nach einem Zweikampf um den Ball entschied er erstmalig auf Strafstoß. Nachdem er den Sus-ler Braininger bei der ersten Schwalbe im Sechzehner nach einer guten Viertelstunde noch ermahnte, fiel er eine Viertelstunde später auf eine ähnliche Situation herein. Dieses Geschenk ließen sich die Gäste nicht entgehen und kamen zur zu diesem Zeitpunkt unverdienten Führung.

Der SV Zweckel musste sich einige Minuten schütteln, um diesen Rückstand wegzustecken. In der Halbzeitpause schwor Günter Appelt seine Mannschaft auf die zweite Hälfte ein und änderte an der Marschroute gar nichts, da der Gastgeber bis dahin die bessere Mannschaft gewesen war.
In der 51. Minute zeigten die Gäste erstmalig, warum sie oben in der Tabelle stehen. Ein halbherziges Forechecking der Zweckeler nutzten die Neuenkirchener mustergültig aus und kombinierten von hinten mit direktem Spiel nach vorne und schlossen diesen tollen Angriff erfolgreich zum 0:2 ab.

Nur zwei Minuten später wurde Norman Seidel im gegnerischen Sechzehner klar von hinten umgestoßen, der fällige Elfmeterpfiff blieb allerdings aus. Kurze Zeit später wurde Jonas Schmidt elfmeterreif umgerissen, auch diesmal hatte Florian Exner nichts gesehen.

Unglücklicherweise konterten die Gäste in der 58. Minute noch einmal und mit einem unglücklichen Abwehrversuch schoss der Kapitän Norman Seidel seinen Gegenspieler an, von dort senkte sich der Ball ins Zweckeler Tor. Danach verflachte das Spiel zusehends, bis Hatim Bentaleb in der 79. Minute den Anschlusstreffer erzielte. Jonas Schmidt und Devin Müller verpassten eine Minute später den zweiten Zweckeler Treffer. In der 84. Minute wurde Norman Seidel in aussichtreicher Position von seinem Gegner vor dem gegnerischen Tor gefoult. Richtig: keine Verwarnung für Neuenkirchen! Den Freistoß konnte die Neuenkirchener Abwehr noch verteidigen, den Nachschuss versenkte Marcel Titz allerdings zum 3:2. Jetzt war Musik in der Partie. Die Fans peitschten die Zweckeler nach vorne, doch Florian Exner ließ an dem Ausgang der Partie keinen Zweifel aufkommen. Eine ähnliche Situation wie beim Foulspiel gegen Jonas Schmidt führte auf der anderen Seite zum zweiten Elfmeter. Muhamed Demir wurde angeblich von seinem Gegenspieler angespuckt und ging auf diesen zu. Das wertete der Schiedsrichter als Unsportlichkeit und verwies ihn mit gelb-rot des Feldes.

Doch damit nicht genug, Devin Müller, bis dahin nicht vorbelastet, stieg bei einem Zweikampf hart ein und der 25jährige Unparteiische zückte ohne zu zögern den roten Karton.

Die personell ohnehin arg gebeutelte Mannschaft des SV Zweckel dezimierte sich selbst und wurde durch einen sehr einseitig pfeifenden Referee an einem Überraschungserfolg gehindert.

 

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