SV Schermbeck – SV Zweck 4:2 (1:0)

Das war eine unnötige und bittere Niederlage für den SV Zweckel. In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe mit wenigen Chancen auf beiden Seiten. Anders ausgedrückt: Das Spiel hielt nicht das, was sich alle Beteiligten und Zuschauer erhofft hatten. Sowohl Gastgeber als auch Gast wollten offensichtlich erst einmal sicher stehen und kämpften nicht mit offenem Visier.

Wie aus heiterem Himmel fiel dann aber doch das 1:0 für die Hausherren, denen man die Unsicherheit im Spiel anmerken konnte, denn im Gegensatz zum SV Zweckel hatte der SVS die letzten vier Spiele verloren. Nach einem schlechten Spielaufbau über Marvin Weßelburg und Mahmut Akbaba wusste sich Letzterer nur mit einem Foul zu helfen, um ein Überzahlspiel der Schermbecker zu verhindern. Den anschließenden Freistoß verschlief die komplette Zweckeler Mannschaft, so dass der Ball in den Sechzehner gechippt wurde, wo der Schermbecker Niewerth nur noch Danke sagen musste und den Ball in die Maschen drosch.

Nach dem Pausenpfiff präsentierte sich der Gast ganz anders. Mit Pressing, Kampf und Laufbereitschaft gwannen die Zweckeler die Oberhand und wurden für die engagierte Spielweise sofort belohnt. Der Torjäger Lukas Kratzer stocherte den Ball nach einem Freistoß über die Linie und auf einmal war Leben in der Bude.

In der 59. Minute griff der Schiedsrichter folgenschwer in die Begegnung ein und pfiff einen Handelfmeter, der angeblich auf Grund einer unnatürlichen Bewegung eines Schwarz-Grünen verursacht sein soll. Das war äußerst fragwürdig. Diese Gelegenheit ließen sich die Gastgeber nicht entgehen und gingen mit 2:1 in Front. Doch nur drei Minuten später glichen die Zweckeler durch Albert Alex aus, der sich nach einem Standard mit nach vorne gewagt hatte und einen Fehler des Schermbecker Keepers nutzte und zum Ausgleich abstaubte. Nun spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. Die große Chance zur Führung hatte Fabio Sardini auf dem Fuß, rutschte jedoch frei vor dem Tor stehend aus.

Beide Teams spielten nun auf Sieg, wobei die Gastgeber das glücklichere Ende für sich verzeichnen konnten. Bei einem Konter kam Fabian Matschnigg im Zweckeler Tor einen Bruchteil zu späte und es hieß in der 77. Minute 3:2 für Schermbeck. Zweckel warf alles nach vorne und mit dem Schlusspfiff erzielten die Schermbecker das für sie erlösende 4:2. Danach pfiff der Unparteiische ab.

In der anschließenden Pressekonferenz gaben die Trainer Günter Appelt und Christoph Schlebach unterschiedliche Statements ab. Beide Trainer nahmen für sich in Anspruch, dass das jeweilige Team die bessere Mannschaft gewesen sei. Unabhängig von deren Einschätzung haben die Schermbecker das Spiel gewonnen und spätestens morgen fürh fragt keiner mehr danach, ob es denn auch verdient gewesen ist.

Für den SV Zweckel bleibt einmal mehr die Erkenntnis, dass individuelle Fehler abgestellt werden müssen, um die Mannschaft erfolgreich zu machen.

Eine Antwort zu “Unterschiedliche Sichtweisen”

  1. Beobachter sagt:

    Der Torjäger Lukas Kratzer stocherte den Ball nach einem Freistoß über die Linie und auf einmal war Leben in der Bude.

    Völlig verkehrt siehe WAZ-Bericht

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