Ein Dreier hätte Schlusslicht Zweckel bis auf drei Punkte an Gegner Horsthausen herangebracht. Stattdessen sind es nun neun Punkte Rückstand aufs rettende Ufer. Und obwohl Zweckel eines seiner besten Spiele machte, war genau zu sehen, warum Zweckel dort am Tabellenende steht.

Drei Gründe für die Misere

Erstens: Es fehlt ein zuverlässiger Stürmer. Zweitens: Ein Rückstand wirft die Mannschaft leicht aus der Bahn. Drittens: Die Kraft reicht nicht für 90 Minuten.

Dabei hatte sich Zweckel richtig viel vorgenommen: Von Anfang an ließ Theis sein Team den Gegner schon am gegnerischen Sechzehner anlaufen und Horsthausen (drei Niederlagen in Folge) war damit sichtlich überfordert. Nach Ballgewinnen suchte Zweckel schnell den Abschluss – gefährlicher waren allerdings die Standardsituationen.

Hawich schoss nach neun Minuten nach einer Ecke übers Tor (9.), Marc Rudolf traf erst den Pfosten (15.) und zielte dann aus ganz kurzer Distanz zu hoch (17.). Ein Freistoß von Kevin Klein wurde gefährlich abgefälscht, ging aber auch knapp drüber, so dass es Mitte der ersten Hälfte noch 0:0 stand – trotz klarer Zweckeler Überlegenheit. Und Horsthausen reagierte darauf.

Horsthausen muss früh die Strategie ändern

Der Herner Trainer Marc Gerresheim änderte seine Formation, stellte auf eine Viererkette um und stärkte das zentrale Mittelfeld, das vorher komplett von Zweckel dominiert worden war.

Auch wenn die SpVgg jetzt immerhin ein paar Zweikämpfe gewann und auch längere Ballbesitzphasen hatte, war Zweckel weiter besser: Auch Onur Özbicerler konnte seine Chancen aber nicht nutzen: Einmal zeigte Kevin Hug im Tor eine tolle Parade (24.), der nächste Schuss ging drüber (28.). Und dann, aus dem Nichts: Das 1:0 für Horsthausen.

Aus dem Nichts fällt das 1:0

Bis dahin hatten die Gastgeber nur einen Freistoß von Gerresheim (11.; daneben) und einen Schuss von Schulz (30.; Schierenberg hält stark) vorzuweisen. Dann aber die 36. Minute: Ein Freistoß von hinter der Mittellinie Richtung Strafraum. Kein Zweckeler greift Marcel Schönherr an, der zieht ab, 1:0.

Zweckel war für einige Minuten komplett von der Rolle und hatte Glück, dass Kruckow, der von der Mittellinie frei auf Schierenberg zulief kurz vor der Halbzeitpause zu lässig abschloss und übers Tor lupfte (45.).

Nach der Pause hatte sich Zweckel zwar wieder gefangen, kam aber trotz viel Ballbesitz nicht mehr zu so vielen Torchancen wie zu Beginn des Spiels. Horsthausen verteidigte vor allem die Führung und versuchte mit langen Bällen auf Kruckow und Schulz zum 2:0 zu kommen – das konnte Zweckel aber meist unterbinden.

Hohe Bälle führen nicht zum Erfolg

Der SVZ versuchte es vorne immer wieder mit hohen Bällen in den Strafraum, was aber kaum zum Erfolg führte. Gefährlich wurde es dagegen, wenn Zweckel schnell spielte: Hövel nach einer tollen Direktkombination (66.) und Imsirovic aus spitzem Winkel (83.)scheiterten aber am starken Horsthauser Keeper. Und je näher das Spielende rückte, desto weniger hatte Zweckel den Horsthauser Kontern entgegenzusetzen.

Nachdem Schierenberg einige Male gute gehalten hatte, war er in der 85. Minute gegen Kruckow machtlos, kurz vor Abpfiff fiel dann sogar noch das 3:0 – natürlich zu hoch, aber aufgrund der Zweckeler Schwächen folgerichtig.

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