{"id":4800,"date":"2016-04-13T10:08:24","date_gmt":"2016-04-13T10:08:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.svzweckel.de\/?p=4800"},"modified":"2016-04-13T10:11:56","modified_gmt":"2016-04-13T10:11:56","slug":"szenario-eltern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.svzweckel.de\/?p=4800","title":{"rendered":"Szenario Eltern. . . . ."},"content":{"rendered":"<p>durch Willy Kaspers<\/p>\n<p><em>Ein Story von Thomas Dulski (Hannover)<\/em><\/p>\n<p>Fu\u00dfball ist f\u00fcr die meisten Kinder zwischen 6 und 15 Jahren die Sportart Nr.1. Selbstverst\u00e4ndlich fangen die kleinsten Kinder meistens ziemlich Heimatnah an und nicht selten, steht auch ein Papa an der Grundlinie.<br \/>\nDie Elterngemeinschaft w\u00e4chst, die M\u00fctter treffen sich zum Caf\u00e9 trinken und die V\u00e4ter diskutieren dar\u00fcber, warum der kleine Max das leere Tor nicht trifft. Sind sich aber schnell einig, der ist ja noch klein und hat es bestimmt nicht mit Absicht gemacht oder hat halt das Talent vom Papa geerbt.<br \/>\nAm Wochenende steht dann ein Punktspiel an, die Eltern Jubel und beklatschen ihre Kinder und freuen sich wenn die Mannschaft gewinnt. Bei einer Niederlage muntern Sie ihre Kinder auf und sagen \u201en\u00e4chstes Mal gewinnt Ihr.\u201c Man bedankt sich beim Trainer f\u00fcr den zeitlichen Aufwand und freut sich auf die n\u00e4chste Woche.<br \/>\nSo in etwa k\u00f6nnte ein m\u00f6gliches Szenario im Fu\u00dfball Deutschland aussehen, ich halte aber diese Form f\u00fcr fast ausgestorben. Nach nun neun Fussballjahren als Trainer in verschiedenen Vereinen und Altersklassen. Habe ich selbst vieles gesehen und habe viele Trainerkollegen die mir berichten.<br \/>\nZun\u00e4chst m\u00f6chte ich klarstellen, dass dieser Bericht nicht ein Fingerzeig auf die Eltern ist. Auch nehme ich hier nicht alle Trainer in Schutz. Ich versuche eine Br\u00fccke zu schlagen, um ggf. auch Hilfestellungen bei Mannschaften aufzuzeigen, die sich hier wieder finden.<\/p>\n<p>Hauptthema Nr.1 wieso hat mein Sohn 15 Minuten gespielt und der andere 25 Minuten.<br \/>\nDiesen Satz kennen alle Trainer und ich bin mir sicher, dass sich einige Eltern auch \u00f6ffentlich oder innerlich diese Frage gestellt haben. Stellt ein Trainer mit Absicht schlechtere Kinder weniger auf als gute? Stoppt ein Trainer wirklich die Zeit wie lange ein Kind spielt?<br \/>\nZun\u00e4chst w\u00fcrde ich erstmal Unterscheiden wollen. Man sollte nicht immer nach nur einen Spiel gehen! Genauso wie es unterschiedliche Kinder gibt, so gibt es auch unterschiedliche Gegner.<br \/>\nGegen einen Spielst\u00e4rken Gegner kann es passieren, dass einige Kinder etwas weniger Spielzeit erhalten. Hier sollte aber der Trainer auch bereit sein, bei spielschw\u00e4cherem Gegner den anderen Kindern eine Chance zu geben. Kinder brauchen Spielpraxis um sich weiterzuentwickeln und dies erh\u00e4lt beim Wettkampf. Sollte der Trainer merken, dass einige Kinder zu wenig Spielpraxis erhalten, so muss er auch mal au\u00dfer der Reihe Testspiele vereinbaren und den anderen Kids die n\u00f6tige Spielzeit geben.<br \/>\nDie Eltern sollten jedoch nicht eins vergessen, wenn Ihr schon immer so genau auf eure Uhren schaut, denkt daran es gibt auch Kinder in der Mannschaft die vielleicht noch weniger Spielen als eure Kids. Ist es dann Fair zu sagen, dass dein Kind weniger Spielminuten hat als jemand der \u00f6fters spielt. Die oben gestellte Frage, dient nicht zur \u201eMannschaftlichen-F\u00f6rderung\u201c sondern ist nur eine Individuelle Meinung eines einzelnen. Hier f\u00e4ngt der erste Punkt an, gegen einen Trainer zu arbeiten.<\/p>\n<p>Das Kind spielt nur, weil die Eltern was gesponsert haben. Die Eltern gehen nach jedem Spiel mit dem Trainer noch was essen\/trinken. Deswegen spielt Heinz auch immer von Anfang an.<br \/>\nAuch diese Aussagen h\u00f6rt man auf den Fu\u00dfballpl\u00e4tzen ziemlich oft. Aber Stimmt das wirklich, stellt der Trainer wirklich nach Sympathie auf. Worauf l\u00e4sst sich das messen, dass ein Kind nach Sympathie aufgestellt wird. Kommt ein Sympathiemessger\u00e4t ins Spiel und es wird nach jedem Spiel gemessen, welches Kind hat wie viele Sympathiepunkte beim Trainer?<br \/>\nOder falls die Eltern von Heinz nicht mit dem Trainer essen gehen, spielt Heinz das n\u00e4chste Spiel nicht mit?<br \/>\nSollte sich ein Trainer ertappt f\u00fchlen, dass er nach Sympathie aufstellt, sollte er sofort seine Arbeit niederlegen. Selbstverst\u00e4ndlich haben Trainer eine bessere Bindung zu einen der Kinder als vielleicht zu einen anderen. Ist aber auch bei den Eltern so, auch Eltern haben mit anderen Eltern eine bessere Bindung und verstehen sich mit denen auch besser. Aber sprechen Sie deswegen gar nicht mehr mit den anderen Elternteilen.<br \/>\nWieso tuscheln Eltern miteinander, wenn der Trainer mit einem Vater spricht? Wieso wird das gleich Negativ angesehen?<br \/>\nHaben sich vielleicht der Vater und der Trainer nur \u00fcber die Bundesliga unterhalten oder \u00fcber ein Auto. Das Leben geht auch nachdem Fu\u00dfball weiter. Auch wir Trainer haben ein Privatleben und Hobbys wor\u00fcber wir uns auch gerne mit anderen Leuten unterhalten. Wenn Eltern der Meinung sind, der Trainer spricht nicht mit uns. Kommt auf uns zu, wir werden euch bestimmt nicht vom Hof jagen.<br \/>\nZum Thema Sponsor m\u00f6chte ich meinen, dass der Sponsor die Sachen f\u00fcr die Mannschaft spendet. Wenn man einen Sponsor hat (manchmal auch Familien aus der Mannschaft), dann tut man dies um die Mannschaft auszustatten. Hier sollte es der gesunde Menschenverstand eines Trainers sein, dass sich Betr\u00e4ge nicht in Minuten umrechnen lassen. Er sollte sich auch nicht gen\u00f6tigt f\u00fchlen, dem Kind mehr Minuten einzurechnen als er Verdient h\u00e4tte. Ein Satz neuer Trikots darf keine Stammplatzgarantie mit sich nehmen. Genau so wenig d\u00fcrfen Elternteile die was gesponsert haben, es immer erw\u00e4hnen was Sie getan haben. Schon in der Bibel steht, tue gutes und schweig dar\u00fcber.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.svzweckel.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Fussball-Fairplay-fuer-die-Juengsten_pdaArticleWide.jpg?ssl=1\" rel=\"attachment wp-att-4819\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4819\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.svzweckel.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Fussball-Fairplay-fuer-die-Juengsten_pdaArticleWide.jpg?resize=483%2C337&#038;ssl=1\" alt=\"Fussball-Fairplay-fuer-die-Juengsten_pdaArticleWide\" width=\"483\" height=\"337\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Eine Karrikatur zeigt die vielen Einfl\u00fcsse vom Spielfeldrand: Die Reize, die auf Kinder beim Fu\u00dfball einprasseln, sind oft enorm \u2013 der DFB will den Druck von au\u00dfen mit seinem Vorsto\u00df f\u00fcr die Fairplay-Liga verringern.<\/em><br \/>\n<em>Quelle: DFB<\/em><\/p>\n<p>Der Trainer hat keine Ahnung, ich sehe kein System die spielen alle so schlecht, der Trainer schreit nur bzw. der Trainer sagt ja nichts.<br \/>\nDies sind sicherlich S\u00e4tze die besonders bei Niederlagen h\u00e4ufig zu Einsatz kommen. Denn wenn der Trainer gewinnt ist alles sch\u00f6n und gut. Wenn nicht siehe einfach oben. Ist in der Bundesliga genauso. Woran besteht dann eigentlich der Unterschied zwischen einen Bundesligatrainer und einen Jugendtrainer. Selbstverst\u00e4ndlich der Jugendtrainer geht nebenbei noch Arbeiten, der Bundesligatrainer macht dies w\u00e4hrenddessen auf seiner Arbeit.<br \/>\nJeder Fu\u00dfballtrainer, ob M\u00e4dchen \u2013 Jungs oder Herren hat sicherlich immer eine Idee wie man Fu\u00dfballspielen sollte. Entweder lang und weit oder flach und kurz. Einige fahren zu Lehrabenden und bilden sich weiter. Einige gucken sich Trainingsinhalte und Spielinhalte auf Youtube an und andere Lesen Lekt\u00fcre. Es ist egal welche Methode der Trainer anwendet, er macht dadurch wesentlich mehr als jeder Elternteil.<br \/>\nFalls einige Elternteile mal Fu\u00dfballgespielt haben, kann man erkennen, dass die die es Leistungstechnisch nie weit geschafft haben, die lautesten sind die Rufen. Eltern die h\u00f6herklassig gespielt haben sind die, die meistens ruhig zuschauen und beobachten.<br \/>\nAber wieso ist das so? Ich wei\u00df es selber nicht, dieses Ph\u00e4nomen l\u00e4sst sich bestimmt auf mehreren Hundertseiten beschreiben. Ich wundere mich, warum ich nicht beim Jugendtennis oder Jugendhockey Eltern rumschreien h\u00f6re\u2026 Bist Du blind der Ball war nicht im aus oder wegen deinem Kind haben wir verloren. Ich schweife ab! (auch dies ist ein Thema, was man sicherlich auf Hundertenseiten beschreiben k\u00f6nnte).<\/p>\n<p>3 Thesen und dreimal ertappt?<br \/>\nWenn sich ein Elternteil bei allen drei Fragen wiederfindet steht f\u00fcr mich fest, entweder spielt das Kind in der falschen Mannschaft oder das Elternteil sieht immer alles Negativ.<br \/>\nDie L\u00f6sung aller Probleme ist die KOMMUNIKATION untereinander. Sollte ein Trainer nicht im Stande sein Kommunikativ zu sein oder Elterngespr\u00e4che f\u00fchren zu k\u00f6nnen. Ist eine Installation eines Elternsprechers eine sehr gute Alternative.<br \/>\nElternabende finde ich selbst als \u00fcberholt und nicht mehr Zeitgem\u00e4\u00df. Trauen sich auch alle Eltern beim Elternabend etwas zu sagen?<br \/>\nOder sind es sowieso immer dieselben Eltern die sich beschweren, die dann auch beim Elternabend ihre Meinung sagen. Bekommen Fu\u00dfball-Elternabende nicht meistens dann eine negative Grundstimmung. Daraufhin steht dann der Trainer alleine da und muss sich verteidigen. W\u00fcrden Eltern ein gutes Gef\u00fchl bekommen, wenn Sie zum Personalleiter m\u00fcssten und der Personalleiterchef mit weiteren Mitarbeiter w\u00fcrde Sie kritisieren?<br \/>\nElternsprechtage sind in meinen Augen die bessere Methode. Alle vier bis f\u00fcnf Monate sich die Zeit nehmen und mit allen Elternteile-Gespr\u00e4che f\u00fchren. Dort kann man sicherlich vieles ansprechen, was man vielleicht auch nicht vor einer gesamten Gruppe sagen m\u00f6chte.<br \/>\nEinige Eltern werden sicherlich sagen, wenn ich was vom Trainer will, gehe ich sofort nachdem Training\/Spiel dahin und rede mit ihm. Die Frage die gestellt werden muss, ist das Fair?<br \/>\nDer Trainer hat nach einem Training\/Spiel noch viele Sachen zutun, als nebenbei noch Elterngespr\u00e4che direkt nachdem Training\/Spiel zu f\u00fchren. Die Eltern m\u00fcssen davon weg, dass der Trainer jederzeit f\u00fcr Sie erreichbar sein muss.<br \/>\nSollte Gespr\u00e4chsbedarf sein, kann man sicherlich einen Termin vereinbaren wobei beide Seiten dann auch die Zeit haben, sich auf das Gespr\u00e4ch vorzubereiten.<\/p>\n<p>Wieso und was war meine Intention so etwas zuschreiben.<br \/>\nIn den letzten Wochen und mit Beginn der Hallenserie, f\u00e4llt mir wieder vermehrt auf, dass halt die Eltern in Gr\u00fcppchen sich die Spiele der Kinder anschauen. Und man bekommt als Au\u00dfenstehender viel mehr mit als die Eltern immer denken. Auch wenn man sich in der Halle einen Caf\u00e9 hohlen m\u00f6chte, h\u00f6rt man immer nur wie schlecht entweder die Trainer sind oder die anderen Kids.<br \/>\nDer Spruch mein Kind hat eben echt nicht gut gespielt! Nein dies ist mir noch nicht zu Ohren gekommen.<br \/>\nGenauso wenig der Satz \u201eDer Trainer hatte recht, dass mein Kind fr\u00fchzeitig ausgewechselt wurde, bei ihm l\u00e4uft es heute nicht richtig gut.\u201c<br \/>\nIch bin mir auch im Klaren, dass durch diesen Bericht keinerlei gro\u00dfartige Ver\u00e4nderungen im Jugendfu\u00dfball geschehen werden. Meine Hoffnung basiert einfach darin, dass dieses Thema in den Mannschaften vielleicht aufgegriffen und nach einer gemeinsamen L\u00f6sung gesucht wird.<br \/>\nAm Ende sei noch gesagt, dass ein offenes und vertrautes Verh\u00e4ltnis mit dem Trainer ein muss sein sollte. Auch wenn der Spieler den Verein im Sommer oder Winter verlassen m\u00f6chte. Sollten die Eltern immer offen und ehrlich mit dem Trainer umgehen. Es ist nicht sch\u00f6n f\u00fcr die Trainer von anderen mitzubekommen, dass sein Spieler woanders mittrainiert hat. Daf\u00fcr ist die Fu\u00dfballwelt in \u201eNRW\u201c zu klein, dass dies ein Geheimnis bleiben wird.<\/p>\n<p>Weil letztendlich egal ob Trainer oder Eltern, wenn man gegeneinander arbeitet gibt es nur einen Verlierer und dass ist der Spa\u00df der Kinder beim Fu\u00dfballspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>durch Willy Kaspers Ein Story von Thomas Dulski (Hannover) Fu\u00dfball ist f\u00fcr die meisten Kinder zwischen 6 und 15 Jahren die Sportart Nr.1. Selbstverst\u00e4ndlich fangen die kleinsten Kinder meistens ziemlich Heimatnah an und nicht selten, steht auch ein Papa an der Grundlinie. 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