{"id":5026,"date":"2016-05-20T11:38:25","date_gmt":"2016-05-20T11:38:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.svzweckel.de\/?p=5026"},"modified":"2016-05-20T11:38:25","modified_gmt":"2016-05-20T11:38:25","slug":"stellungnahme-des-sv-zweckel-zur-erklaerung-der-stadtverwaltung-vom-19-05-16-in-der-waz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.svzweckel.de\/?p=5026","title":{"rendered":"Stellungnahme des SV Zweckel zur Erkl\u00e4rung der Stadtverwaltung vom 19.05.16 in der WAZ"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat der SV Zweckel in gemeinsamen Gespr\u00e4chen mit der Stadtverwaltung immer wieder Alternativen aufgezeigt wie die Sportst\u00e4tte an der Dorstener Stra\u00dfe mittel- und langfristig aufgewertet werden k\u00f6nnte. Die Vereinbarung aller Verantwortlichen, sich in der \u00d6ffentlichkeit mit Kritik zur\u00fcckzuhalten, wurde leider seitens der Stadt nicht eingehalten.<br \/>\nDer SV Zweckel zeigt sich \u00fcberrascht, dass die Stadtverwaltung auf die \u00c4u\u00dferungen eines Zweckeler Fu\u00dfballers reagiert.<br \/>\nKapit\u00e4n Norman Seidel hatte in einem Interview mit der WAZ auf den schlechten Zustand der st\u00e4dtischen Sportanlage hingewiesen. Ein anerkannter und erfahrener Sportler, der auch schon in der Regionalliga dem runden Leder hinterher jagte, hat aus seiner Sicht geschildert, wie er die sportlichen Rahmenbedingungen bewertet.<br \/>\nLeider werden in der \u00f6ffentlichen Stellungnahme der Stadtverwaltung einige Dinge nicht richtig bzw. unvollst\u00e4ndig dargestellt.<br \/>\nDer SV Zweckel hatte in einem Gespr\u00e4ch mit Herrn Weichelt und Herrn Bugdoll im April des Jahres 2015 angefragt, ob die Heimspiele des SV Zweckel in der Saison 2015\/16 im Stadion Gladbeck stattfinden k\u00f6nnen.<br \/>\nAuf die Anfrage wurde mitgeteilt, dass das Stadion auf Grund der Laufbahnerneuerung bis zum Oktober nicht zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde. Vor Saisonbeginn muss jeder Oberligaverein dem zust\u00e4ndigen Staffelleiter verbindlich die Spielst\u00e4tte f\u00fcr die Heimspiele mitteilen, so dass das Stadion nicht mehr in Frage kam. F\u00fcr einzelne Spiele werden Ausnahmen mit Zustimmung des Gastvereins zugelassen, so dass es in der laufenden Saison auch zu einem Heimspiel des SV Zweckel auf dem Jahnplatz kam.<br \/>\nAbendspiele bzw. Trainingseinheiten im Stadion scheiden zumindest ab dem Herbst bis zum Fr\u00fchjahr aus, da die Sportanlage \u00fcber keine Flutlichtanlage verf\u00fcgt. Das trifft \u00fcbrigens auch auf den dritten Rasenplatz der Stadt Gladbeck an der Ro\u00dfheidestra\u00dfe zu.<br \/>\nWenn der Zweckeler Rasenplatz gesperrt ist, d\u00fcrfte das bei entsprechender Witterung auch f\u00fcr die Rasenfl\u00e4che im Stadion gelten. F\u00fcr diesen Fall sucht der SV Zweckel allerdings noch nach einer vern\u00fcnftigen Alternative, die verbindlich zur Verf\u00fcgung steht.<br \/>\n\u00dcber den K\u00e4fig wurde und wird immer wieder geschrieben. Dieser \u201eSportplatz\u201c ist im gesamten Kreis bekannt und spottet jeder Beschreibung. Bei Regen l\u00e4uft das Wasser nicht ab und nach vier Tagen Trockenheit stochern die Spieler aufgrund der Staubentwicklung im Nebel herum.<br \/>\nDie Stadt Gladbeck hat dem SV Zweckel f\u00fcr die rangh\u00f6chste Gladbecker Fu\u00dfballmannschaft Trainingseinheiten auf den beiden Kunstrasen der Stadt Gladbeck angeboten. Diese sollten zwischen 20:30 und 22:00 Uhr beginnen stattfinden. Da die Spieler danach noch zum Umziehen und Duschen zum SV Zweckel fahren m\u00fcssen, w\u00fcrde die Mannschaft den Zweckeler Platz gegen 23:00 Uhr verlassen. Nach sonnt\u00e4glichen Ausw\u00e4rtsfahrten bis ins Siegerland oder Ostwestfalen w\u00e4re der angedachte Montagstermin nur schlecht zu vermitteln gewesen. Au\u00dferdem wohnen nicht alle Teammitglieder um die Ecke, so dass dieses \u201eEntgegenkommen\u201c keine echte L\u00f6sung f\u00fcr alle Beteiligten sein konnte.<br \/>\nDie Stadtverwaltung setzte bisher immer darauf, dass sich die beteiligten Vereine einigen sollen, was aber ohne Moderation bzw. Vermittlung oder aber durch Vorgaben f\u00fcr den SV Zweckel schwierig zu bewerkstelligen ist.<br \/>\nDer SV Zweckel freut sich f\u00fcr andere Gladbecker Vereine, dass sie nicht solche Bedingungen wie in Zweckel zu bew\u00e4ltigen haben. Vielleicht verdeutlichen die nachfolgenden, nicht ganz ernst gemeinten, Vergleiche das Problem des SV Zweckel.<br \/>\nDie Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck w\u00fcrden seit Jahren in der Sporthalle der Pestalozzischule trainieren und ihre Heimspiele in der Sporthalle an der S\u00f6llerstra\u00dfe austragen.<br \/>\nDie Leistungssportlerinnnen der 2. Bundesliga der Volleyballabteilung des TV Gladbeck w\u00fcrden regelm\u00e4\u00dfig die Einfachturnhalle der ehemaligen Hauptschule Zweckel nutzen.<br \/>\nDie Leistungsschwimmer des SV 13 oder des VfL m\u00fcssten regelm\u00e4\u00dfig ihr Training und die Wettk\u00e4mpfe im Lehrschwimmbecken der ehemaligen Hauptschule Zweckel absolvieren.<br \/>\nM\u00f6glicherweise w\u00fcrden sich dann auch einige andere Leistungssportler \u00fcber die Bedingungen beklagen.<br \/>\nVor einigen Wochen bat der SV Zweckel darum, am 23.12.16 ein hochklassig besetztes Hallenfu\u00dfballturnier in der Sporthalle Rentfort-Nord austragen zu d\u00fcrfen. Sportamtsleiter Dieter Bugdoll teilte dem Verein mit, dass er sich nicht in der Lage sieht, die dort trainierenden anderen Vereine einen Tag vor Heiligabend zum Verzicht auf den Trainingstag in der st\u00e4dtischen Sporthalle bewegen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nHerr Weichelt hat in seiner Stellungnahme eine grobe Sch\u00e4tzung der Kosten in H\u00f6he von 2 &#8211; 3 Millionen Euro in den Raum gestellt. Dieses \u201eTotschlagargument\u201c wird immer gerne gebracht, um der \u00d6ffentlichkeit zu suggerieren, dass der SV Zweckel unannehmbare Forderungen aufstellt.<br \/>\nVor einigen Jahren hat der Verein der Stadtverwaltung zwei Angebote von Fachfirmen f\u00fcr den Kunstrasensportplatzbau zukommen lassen. Ein Angebot f\u00fcr den Umbau des K\u00e4figs wurde u. a. durch die Firma Greenfields erstellt. Hierbei handelt es sich um ein FIFA-zertifiziertes Unternehmen, welches seit 2003 mehr als 2500 Pl\u00e4tze gebaut hat.<br \/>\nDas damalige Angebot der Firma f\u00fcr den Umbau des Ascheplatzes an der Dorstener Stra\u00dfe belief sich auf weniger als 300.000,- Euro. Dieses wurde durch Herrn Weichelt als unseri\u00f6s bezeichnet. Selbst wenn sich die tats\u00e4chlichen Kosten seit diesem Angebot erh\u00f6hen w\u00fcrden, ist diese Summe immer noch weit von den grob gesch\u00e4tzten 2 -3 Millionen Euro des Herrn Weichelt entfernt. Der SV Zweckel bot damals an, die anfallenden Kosten f\u00fcr die Stadt zu finanzieren wenn ihm die Nutzungsrechte f\u00fcr mindestens 15 Jahre \u00fcbertragen w\u00fcrden. Dieses Angebot wurde jedoch lapidar abgelehnt.<br \/>\nUm den Trainings- und Spielbetrieb der Junioren und Senioren zu gew\u00e4hrleisten ist eine Umwandlung des Belages im K\u00e4fig in ein Kunstrasenspielfeld eine der vorgeschlagenen Alternativen.<br \/>\nBeim VfB Kirchhellen wird derzeit der deutlich gr\u00f6\u00dfere Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz umgebaut, wobei sich der Verein mit 150.000 Euro an den Kosten beteiligt. Eine Beteiligung des SV Zweckel an den entstehenden Kosten w\u00e4re auch f\u00fcr den SV Zweckel denkbar. Bei der Renovierung der Umkleidekabinen im Freibad, mit der Herrichtung der Gesch\u00e4ftsstelle und anderen R\u00e4umlichkeiten des VfL Gladbeck, wurden solche finanziellen Beteiligungen in Gladbeck wohl schon praktiziert.<\/p>\n<p>Die Sportstadt Gladbeck ist finanziell nicht auf Rosen gebettet. Das ist auch beim SV Zweckel bekannt. Trotzdem muss es auch nach jahrzehntelanger Nutzung m\u00f6glich sein, st\u00e4dtische Sportst\u00e4tten wie die Zweckeler Fu\u00dfballpl\u00e4tze so zu ert\u00fcchtigen, dass dem Sport auch regelm\u00e4\u00dfig nachgegangen werden kann. Das ist derzeit leider nicht der Fall, weil weder der Rasenplatz noch der K\u00e4fig dauerhaft genutzt werden k\u00f6nnen. Ein Hinweis auf die Sportverhaltensanalyse ist dabei nur bedingt hilfreich, wenn der Verein trotz widriger Rahmenbedingungen w\u00e4chst.<br \/>\nDas letzte Heimspiel des SV Zweckel leitete die Schiedsrichterin Nadine Westerhoff, assistiert von zwei m\u00e4nnlichen Linienrichtern. Das Wetter war zum Gl\u00fcck so gut, dass die Drei sich bei der Nutzung der ca. 4 &#8211; 5 qm gro\u00dfen Schiedsrichterkabine zwischenzeitlich auch drau\u00dfen aufhalten und beim Duschen abwechseln konnten. Einen geeigneten R\u00fcckzugs- bzw. Duschraum f\u00fcr die Referees gibt es auf der Anlage leider nicht.<br \/>\n\u00dcbrigens: Vor \u00fcber zwei Jahren hat der SV Zweckel durch den renommierten Gladbecker Architekten Manfred Niermann einen Entwurf zum Neubau eines Kabinentraktes erstellen lassen und diese Pl\u00e4ne der Stadtverwaltung \u00fcbergeben. Auch damals bot der SV Zweckel eine finanzielle Beteiligung bei dem Bau an. Auf eine Reaktion wartet der Verein bisher leider vergeblich.<br \/>\nMittlerweile hat der SV Zweckel das Gef\u00fchl, dass die Verantwortlichen der Stadt den Verein hinhalten und keine Perspektiven entwickeln wollen. Vielleicht setzen die Verantwortlichen der Stadt darauf, dass die Entwicklung des SV Zweckel \u00e4hnlich verl\u00e4uft wie die der DJK Germania Gladbeck. Im Gegensatz zu den Fu\u00dfballern vom Krusenkamp hat der SV Zweckel jetzt schon drei Jahre in der h\u00f6chsten Amateurliga Westfalens gespielt und auch ein Abstieg in die Westfalenliga f\u00fchrt nicht dazu, dass die Verantwortlichen des SV Zweckel das Handtuch werfen und dass der Verein sich aufl\u00f6st.<br \/>\nIn einem wichtigen Punkt hat der Beigeordnete Herr Weichelt in seiner Stellungnahme allerdings Recht: Die Jugendarbeit des SV Zweckel ist schon sehr gut. Sie k\u00f6nnte allerdings noch nachhaltiger sein, wenn wettbewerbsf\u00e4hige Voraussetzungen gegeben w\u00e4ren und die 20 Jugendmannschaften auf einem halbwegs vern\u00fcnftigen Gel\u00e4uf trainieren k\u00f6nnten.<br \/>\nRichtig ist auch, dass der SV Zweckel 15.000 \u20ac f\u00fcr den Betrieb und die Pflege der Sportst\u00e4tte erh\u00e4lt. Die Ausgaben f\u00fcr die eigenverantwortliche Nutzung der Sportanlage muss der SV Zweckel wie auch andere Vereine jedes Jahr nachweisen.<br \/>\nPlatzwart, Reinigungskr\u00e4fte, Reparaturarbeiten, Markierungs- und Reinigungsmaterial, Sanit\u00e4rbedarf, Handt\u00fccher, Tornetze, Eckfahnen, Sport- und Pflegewerkzeuge, Markierungswagen, Energiekosten und Miete f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume belaufen sich auf einen Betrag, der die bereit gestellten 15.000 \u20ac bei Weitem \u00fcbersteigt.<br \/>\nEtwaige Zusatzkosten durch den durch den SV Zweckel durchzuf\u00fchrenden Winterdienst an der Dorstener Stra\u00dfe finden dabei noch keine Ber\u00fccksichtigung. Dem SV Zweckel ist kein anderer Sportverein in Gladbeck bekannt, der den Winterdienst \u00fcber mehrere hundert Meter am Vereinsgel\u00e4nde gew\u00e4hrleisten muss.<br \/>\nDer SV Zweckel ist au\u00dferdem vertraglich verpflichtet, ganzj\u00e4hrig eine \u00f6ffentliche Toilette zur Verf\u00fcgung zu stellen, damit Kinder bzw. Eltern als Besucher des \u00f6ffentlichen Spielplatzes an der Dorstener Stra\u00dfe diese nutzen k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Vorstand des SV Zweckel f\u00fchlt sich weiterhin verpflichtet, f\u00fcr seine Mitglieder und insbesondere die vielen Kinder und Jugendlichen an der Herstellung wettbewerbsf\u00e4higer Sportst\u00e4tten mitzuwirken. Dazu sollten aber nach jahrelangem Stillstand auch einmal durch die handelnde Verwaltung bzw. die gestaltende Politik konkrete Perspektiven aufgezeigt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat der SV Zweckel in gemeinsamen Gespr\u00e4chen mit der Stadtverwaltung immer wieder Alternativen aufgezeigt wie die Sportst\u00e4tte an der Dorstener Stra\u00dfe mittel- und langfristig aufgewertet werden k\u00f6nnte. Die Vereinbarung aller Verantwortlichen, sich in der \u00d6ffentlichkeit mit Kritik zur\u00fcckzuhalten, wurde leider seitens der Stadt nicht eingehalten. 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