VfL Grafenwald – SV Zweckel 4:1 (0:1)
Mit viel Unterstützung im Rücken startete der SV Zweckel gut in die Partie beim VfL Grafenwald. Zahlreiche Zweckeler Zuschauer hatten den Weg nach Grafenwald gefunden und sorgten für eine gute Kulisse.
Die Schwarz-Grünen erwischten den besseren Start und gingen durch Sajad Omar mit 0:1 in Führung. Zweckel hatte die Partie zunächst gut im Griff und durchaus Möglichkeiten, die Führung noch vor der Pause auszubauen. Allerdings wurde zu selten konsequent der Abschluss gesucht. So blieb es zur Halbzeit bei der knappen Führung.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der VfL Grafenwald dann, wie Kreisligafußball aussehen kann. Die Gastgeber agierten zunehmend mit langen Bällen in die Spitze und hofften auf den zweiten Ball. Zweckel wollte dagegen auch unter Druck Fußball spielen und suchte die spielerische Lösung.
Allerdings häuften sich nun die Ballverluste. Einige davon hätten bereits zum Ausgleich führen können. Dann sorgte ein umstrittener Elfmeter für den Ausgleich der Gastgeber. Besonders bitter aus Zweckeler Sicht: Nur fünf Minuten zuvor war ein klares Foul an Justin Mingo im Strafraum der Grafenwälder ungeahndet geblieben. Der Bottroper Schiedsrichter ließ weiterspielen.
Der Ausgleich gab den Gastgebern zusätzlichen Auftrieb. Zweckel verlor zunehmend den Zugriff auf die Partie und fiel in der Schlussphase regelrecht auseinander. In den letzten acht Minuten kassierten die Schwarz-Grünen noch drei weitere Treffer und mussten sich am Ende deutlich mit 1:4 geschlagen geben.
Die Enttäuschung bei den vielen mitgereisten Zweckeler Fans war entsprechend groß. Wieder einmal stellt sich die Frage, warum die junge Mannschaft nach einer guten ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel derart ins Hintertreffen gerät.
Liegt es an der Fitness? Fehlt es an der nötigen Einsatzbereitschaft? Oder fehlt der Mannschaft schlicht noch die Qualität und Erfahrung, um solche Spiele über 90 Minuten zu kontrollieren?
Fragen, denen sich die Verantwortlichen dringend stellen müssen. Denn eines wurde in Grafenwald ebenfalls deutlich: Mit solchen Auftritten in der zweiten Halbzeit vergrault die junge Mannschaft auch noch die letzten Getreuen, die sie Woche für Woche begleiten und unterstützen.
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