Der SV Zweckel stellt die nachfolgende Stellungnahme ohne weiteren Kommentar auf seiner Homepage ein und möchte Anfang nächsten Jahres über das Vorgehen, die Entscheidung und die Folgen dieser Entscheidung des FLVW-Präsdidums und der Kreisvorsitzenden diskutieren. Hierzu gibt es bereits Konakte zu anderen Vereinen des Kreises 12 (Gelsenkirchen).
Der Kreisvorsitzende Volker Dyba hat in einem persönlichen Gespräch seine Bereitschaft signalisiert, im neuen Jahr ein Gespräch mit den Vereinen des Kreises Gelsenkirchen anbieten wollen.
„Liebe Vereinsvorstände,
aufgrund einer aufkommenden Unzufriedenheit, die ich nachvollziehen kann, möchte ich hier persönlich zur Beitragserhöhung Stellung nehmen:
Ja, auch ich habe zugestimmt.
In dem vollen Bewusstsein, dass ihr als Vereine nicht begeistert sein werdet. Wer ist das schon, wenn er mehr zahlen soll als bisher. Aber als KV muss man auch unbeliebte Entscheidungen vertreten und aushalten.
Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir haben in der Sitzung der Kreisvorsitzenden sehr lange miteinander gerungen. Am Ende war für mich diese Beitragserhöhung alternativlos, wenn wir den Verband in seinen Strukturen absichern wollen.
Auch der Verband hat mit steigenden Kosten zu kämpfen: Dabei stehen die Kosten für die notwendige Sanierung der Sportschule und vor allem die explodierenden Personalkosten (Stichworte Tariflohn, Mindestlohn) im Vordergrund.
Wenn ihr jetzt denkt, dass es sich der Verband einfach macht, das über Beitragserhöhungen zu regeln, so stimmt das nicht. Beides ist notwendig:
Kostensenkung seitens des FLVW und Beitragserhöhung.
Zur Kosteneinsparung:
Der Verband verlängert auslaufende Verträge nicht und besetzt frei werdende Stellen nicht neu, um Personalkosten zu sparen. Außerdem werden in der Organisation Bereiche und Abteilungen zusammengefasst, um Synergieeffekte (Einsparung von Doppelbesetzungen/Personalkosten) zu erzielen. Der gesamte Apparat wird analysiert, um Einsparungen realisieren zu können.
Die Renovierung der Sportschule ist unerlässlich, sonst müsste diese geschlossen werden.
Wozu brauchen wir eine Sportschule?
Sie ist notwendig für Lehrgänge, Ausbildungen, Trainingsmaßnahmen und diverse Veranstaltungen für Spieler, Trainerausbildungen, Fortbildungen für Ehrenamtliche, Vereinsmanager usw. – also für uns alle. Hier sollten wir keine Rückschritte zulassen, um auf einem modernen Stand zu bleiben.
Zur Beitragserhöhung:
Ich möchte zunächst darauf hinweisen, dass (entgegen anderslautender, kursierender Gerüchte) jeder Verein nur für seine erste Mannschaft, abhängig von der Spielklasse, einmal pro Jahr diesen Beitrag zahlt.
Ein Rechenbeispiel: Ein Verein mit 300 Mitgliedern und der ersten Mannschaft in der Kreisliga A zahlt derzeit 485 € pro Jahr. Das sind 1,62 € pro Mitglied pro Jahr oder 13,5 Cent im Monat.
Das sind Beiträge, wie sie vielleicht vor 15 Jahren kostendeckend waren, aber heute ohne frühere Fördermittel nicht gehalten werden können. Auch weil der Verband über zehn Jahre die Beiträge nur einmal angepasst hat (u. a. aus Rücksicht auf die Vereine während der Covid-Pandemie), erscheint diese Erhöhung von 40 % + 60 % in 2027 als extrem hoch. Das stimmt aber nur prozentual. Schaut euch den €-Wert an, dann relativiert sich das.
In meinem Ausgangsbeispiel erhöhen sich die Beiträge in 2026 um 65 Cent und in 2027 noch einmal um 97 Cent pro Mitglied. Dabei gilt, dass mitgliederschwache und höherklassig spielende Vereine einen größeren Beitrag leisten.
Ich hoffe, durch das Zahlenbeispiel konnte ich euch ein wenig die Sorge nehmen, dass ihr finanziell überfordert werdet. Sollte jemand dennoch Bedenken haben, das finanziell nicht stemmen zu können, meldet euch bitte bei mir.
Übrigens bin ich der Meinung, dass auch ihr als Vereine den Mut aufbringen solltet, mit euren Mitgliedern über Beitragserhöhungen nachzudenken: Ich weiß, dass in vielen Vereinen noch immer ein Monatsbeitrag für Jugendliche oder Senioren von 6 € und darunter üblich ist. Für zwei- bis dreimal qualifiziertes Training plus Betreuung pro Woche, mindestens ein Spiel inklusive Fahrt, Trikotstellung, Trikotwäsche usw. ist das für 6 € im Monat nicht mehr zeitgemäß. Für euren großartigen ehrenamtlichen Einsatz sollten wenigstens die Kosten gedeckt sein.
Ich weiß, dass das Leben insgesamt immer teurer wird und es sicher in jedem Verein Mitglieder gibt, die jeden Cent umdrehen müssen. Hier gilt es, vereinsintern Ausnahmeregelungen zu treffen.
Ich weiß, dass die Beitragserhöhung überraschend kam und die Kommunikation hätte besser sein können. Das bitte ich zu entschuldigen. In diesem Fall ging es nicht anders.
Natürlich können wir uns zu dem Thema gerne austauschen. Im Januar.
Nun lasst uns erst einmal Weihnachten, das Sparkassen-Hallenmasters und den Jahreswechsel begehen.
Ich wünsche euch friedliche und fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch!
Vielleicht sehen wir uns ja in der Halle?
Mit sportlichem Gruß“
Volker Dyba
Kreisvorsitzender
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